8 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 1.
Bericht über die Ausstellung des D. Phot.-Vereins im August 1888 Zu Lübeck.*)
Die diesmal in Lübeck veranstaltete Wanderversammlung des D. phot.-Vereins litt leider unter einer zu geringen Betheiligung an der mit der Versammlung verbundenen Ausstellung.(Es war zumal auffällig, dass nur wenige der grössten und bedeutendsten Ateliers auf ihr vertreten waren.) Es wurden auch mannigfache Erklärungen für diese allgemein anerkannte Beobachtung laut. Einerseits hiess es, dass manche sich durch die an ihren Arbeiten geübte Kritik hätten abschrecken lassen, zumal diese in Tagesblättern von der Concurrenz penutzt worden seien, um den Aussteller zu schädigen. Nun dieser Grund kann nicht als Vorwurf für die geübte Kritik aufgefasst werden, denn wenn einmal eine kritische Besprechung stattfinden soll, so ist es natürlich, dass neben angemessenem Lobe auch Tadel dort aus- gesprochen wird, der eben zur Vervollkommnung Anstoss geben soll. Auch kann eine weniger günstige Kritik in einem Fachblatte, das doch fast ausschliesslich in Hände von Fachleuten kommt, den Ruf des Ausstellers beim Publicum kaum schädigen, und was endlich das angeführte Manöver der Concurrenz betrifft, so zeigt dieses so wenig Anstand, dass es ein vergebliches Streben wäre, auf derartige Con- currenten Rücksicht zu nehmen— ihnen gebührt nur gänzliche— Nichtbeachtung.
Dann hiess es, es sei nicht das Bedürfniss einer alljährlichen Ausstellung vorhanden, das Interesse erlahme durch die zu häufige Wiederholung. Doch um die Grösse des Bedürfnisses zu beurtheilen, darf man nicht die Ausstellung in Lübeck als Maassstab annehmen, denn diese Stadt liegt viel zu sehr an der Peripherie Deutschlands, also Vielen zu fern, sodass mancher sich wohl hat abhalten lassen, die Ausstellung zu beschicken, deren weite Entfernung ihn abhielt, sie selbst zu besuchen.
Besonders auffallend aber war es, dass gerade von den grössten und bedeutendsten Ateliers nur sehr wenige ausgestellt hatten; es verlor dadurch die Ausstellung wesentlich an Interesse, man sah nur wenig Vorzügliches, sondern fast nur Mittelgutes. Dieser Umstand ist bedauerlich, aber wie lässt er sich erklären?
Es scheint uns dieses Zurücktreten der grossen Ateliers auf einer völligen Verkennung des Zweckes der Ausstellung zu beruhen. Man hat wohl bisher dieselben zu sehr in der Absicht beschickt, sich Medaillen zu erwerben. Natürlich haben diese Preise in den meisten
Fällen die grossen leistungsfähigen Ateliers errungen, sodass ihr Streben
in dieser Beziehung befriedigt ist. Es ist nun sicher eine anerkennens- werthe Zurückhaltung, wenn die früheren Preisträger nicht nach neuen Lorbeeren ringen, da sie doch die höchste Auszeichnung schon früher
*) Anm. Leider sind durch ein bedauerliches Versehen des Comités bei der Ausstellung die von dem Herrn Henry Lazowski aus Kiew(Russland) ge- sandten Bilder, welche von recht fleissiger Arbeit zeugten, auf dem Zollamte in Lübeck bis nach der Ausstellung liegen geblieben. Infolgedessen konnten diese Sachen nicht zur Ausstellung gelangen und sind an den Aussteller zurück- gesandt. Herr Lazowski hat den von ihm für Platzmiethe gesandten Be- trag von 5 Rubel dem Unterstützungsfond überwiesen, wofür ihm bestens gedankt wird.
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