3 Die I. Predigt von dem Segen Gottes demjenigen Segen vnd Schut / dardurch der Menſch / ſeiner Erſchaf⸗
fung nach/ vnd alſo deß Menſchen jrrdiſch/ naturlich Weſen / ſein Ver⸗ ſtandt/ Leib / Leben / Nahrung / Ehr vnd Gut geſegnetvnd behuͤtetwirt)
Als: Daß du haſt einen geſunden / geraden / ftarcken Leib / daß du biſt
ſchoͤner Geſtalt / hurtig vnd geſchwindt: Daß duhaſt einen feinen rich⸗ tigen / oder aucheinen hohen Verſtandt: Daß du haſteinen feinen ehr⸗ lichen Beruff Daß du in dein m Beruff mit beſonderer Geſchicklich⸗ keit begabt biſt / vnd deine Sachen fein vernuͤnfftig vund weißlich weif⸗ ſeſtanzugreiffen: Daß dir in deinem Beruffalles glůcklich vnd wol von ſtatten gehet: Daß du dardurch bey maͤnniglich angenem̃ / lieb vnnd wehrt gehalten biſt: Daß ein Handtwercksmann mit ſeinem Handt⸗ werck / ein Handelsmann mit ſeiner Handthierung ein gute Nahrung / ein Bawersmann auff ſeinem Feldtbauw viel guter Fruchten / ein Haͤ⸗ ckersmann in ſeinem Weinberg viel gutes Weins / erbawet / ꝛc. Dieſes alles hat man nicht von menſchlicher Arbeit vnd Geſchicklichkeit / ſon⸗ der es kompt her von dem E R RMN/der vns dermaſſen ſegnet: Was haſtu (ſpricht Paulus ]) das du nicht empfangen haſt? Vnnd (wie wir auß dem 146. Pfalmen / mit den Kindern fuͤr dem Tiſch betten) Aller Augen warten auff dich / H E RR / vnd du gibſtjhnen jhre Speiſe zu ſeiner Zejt / Duthuſt deine Handt auff / vnnd erfulleſt alles / was da le⸗ bet mit Wolgefallen. Der H E RR gibt (ſpricht Paulus / Act.14.) vom Himmel Regen vnd fruchtbare geit / vnnd Er iſts / der vnſere Her⸗ tzen erfullet mit Speiß vnd Frewden.
Alſo (weiter) daß du bey dem zeitlichen Segen / als an Verſtandt / Geſchicklichkeit / an Leib / Ehr vnd Gut / beſtaͤndiglich fuͤr allem Vbel vnd Vnfall behuͤtet wirſt: Darfuͤr haſtu nicht fuͤrnemlich deiner Fůͤr⸗ ſichtigkeit / ſonder allermeiſt Gott dem E R RNzu dancken. Dann der HE RR iſts (wiewir auß dieſem erſten Verſ. horen )der dich nicht nur ſegnet / ſondern auch behuͤtet. Alſo bezeuget auch Dauid im . Pſalmen: Wo der H E R R nicht das Hauß bawet / ſo arbeiten vmb⸗ ſonſt / die daran bawen: Wo der HE RRnit die Statt behutet / ſo wa⸗ chet der Waͤchter vmbſonſt.
Vnd zwar / daß der. H Err der jenige ſeye / der vns nicht nur ſegnet
auff
zu zeu


