gwarumb die vcrbeiffungẽ allgemein.
Warnung wider D. Oſianders Predig
Der Grund aber / vnd die Vrſache / warumb die gnedige Ver heiſſungen des Euangeliums algemein ſind / iſt dieſe / Nemlich / Das Golt ſein Gnade in Chriſto algemein verordnet hat vber alle Menſchen / vnd vmb Chriſti willen mit allen Menſchen ver ſoͤhnet / vnd durch die Gnugthuung Chriſti zu frieden iſt geſtelt worden. Iſt derhalben ein gnedige Verheiſſung Gottes / das E⸗ uangelium / vnd heiſt ein algemeine gnedige Verheiſſung / die⸗ weil Gott in ſeinem Rhat kein particularem Electionem / Das iſt / keinen Auſſchuß gemacht hat / da er ſein Gnade allein wolte vmb Chriſti willen hingehn laſſen. Derhalben auch dieſer Vr⸗ ſach halben / welche Menſchẽ die Gnade / ſo auß Gott durch Ch⸗ riſtum vnd von Chriſti wegen vber alle Menſchen komen iſt / ni⸗ cht annemen / Gott zu einem Luͤgner machen / vñ von deswegen rechtmeſſiger / auch billicher Vrſach halber verdampt werden / Wie der H: Joannes ſagt / i. Joan: 5. Wer da gleubet an den Son Goites / der hat ſolches Zeugnus bey jm. Wer Goit nicht gleubet / der macht jn zum Luͤgener / denn er gleubet nicht dem Zeugnuß / das Gott zeuget von ſeinem Sone. So iſt derhalben hiemit gnugſam bewieſen / beyde das die gnedige Verheiſſungen des Euangeliums algemein / Vnd demnach eben darumb alge⸗ mein ſind / das kein particularis Electio / Das iſt / Das kein ſoͤn⸗ derung vnd ʒertheilung der Menſchen/ im Rhat Gottes / vns in Chriſto Gnade zuerzeigen / gemachi iſt worden. Weñ dieſes D. Vſiander auch alſo bekente vnd lereie / oder ohne abbruch oden niderlag ſeiner Gruͤnden / bekennen vnd leren koͤnte / ſo were alles richtig / Aber ſol dieſes bleiben / wie es bleiben muß wider die pfor ten der Hellen / ſo wird damit bewieſen / das ſeine Gruͤnde falſch vnd eytel ſind. 3
Demnach wird damit bewieſen / ſo lang er die allgemeinẽ Ver heiſſungen auff jrem rechten Grund nicht ſtehn leſt/ das es eytel Spiegelfechten mit jme ſey / da er die Caluiniſten der Gottsleſte rungen beſchuldiget/ das ſie nicht leren wollen / die gnedige Pa⸗
iſ den is
ſt
heſ et ber m e n
— — ,—
S „ —
—+ — — . — — — „— — +—


