Von der Gnadenwahl.
lichen ) auch als zu ſolchen / welche er mit abgeſonderter Gnade d von anderen allen / auß freyem Luſt vnd Woſgefallen / zu einem a guten ende / vnd dieſelbige alleine auſoerleſen / Dargegen aber die anderen alleſampt vbergangen oder verlaſsen ſol haben. Iſtder in halben altzeit eben das jenig / was er zuvor in ſeinen Schrifften ten hat ausgehen laſoen! allein das er jetzt derſelbigen vnſehlichẽ 1 Lere/ allermaße / wie auch die Caluiniſten jetzt ſelbs thun / gern wolte ein ʒartere vnd lieblichere Geſtalt anſtreichen.
3 Wie ſich D. Oſiander vnterſtehe Caluiniſchen
Gruͤnden erwehren.
h Siſt ſehr ſchrecklich / das dieſer Man verſtehi vnd erkenil
was die Caluiniſten fůr ſchreckliche Teuffelsleren vnd le⸗ ſterungen wider Gott ſuͤhren / Darbey aber nicht mercken wil / das er eben dieſelbige Lere vor dem Mumpelgartiſchen Ge⸗ oſprech gefuͤhrt hat / vñ widerumb fuhren / in die Kirchen bringẽ/ Fol. 5. 4⸗ vñ ſich alſo aller der Fluͤchen theilhafftig machen wil welche er ſelbs vber ſolche Caluiniſche Lere ergehen leſt. Wil ſich in fuͤnff Areickeln von Caluiniſcher Lere weiß brennẽ/ Aber lieber Gott / u es iſt nichts. Denn gerad eben ſolche Artickel / welche er fuͤr lau ter Goutsleſterungen erkennen muß / ſind die Gruͤnde ſeiner huͤp⸗ u ſchen Lere / von der Gnadenwahl / wie wir es denn wol finden m werden. a ER Sitlich / Haltet er dieſes vor Gotisleſterlich / Das Gott nicht ſolte vmd Chriſti willen gellebet haben das ganz Menſch⸗ Da gans ne ſir lich Geſchlech:: Freylich hat er das gantz Menſchlich Geſchle⸗ ſchlich Scſeh chte geliebet. Aber herfuͤr mein Herr Doctor / Warumb habt jr lecht licben n deñ vor einher gelert / vnd leret abermal mit dieſer ewer Stum⸗ pelwahl / Goet habe ſich nur etlicher wenig Menſchen mit ſonde eu rem Gnadenwerck erbarmet / dieſelbige allein geliebet / dargegen die anderen alleſampt gehaſſet / von jr Mutterleib vnd von E⸗ ⸗ wigkeit her / Alſo das ſie in Krafſt ſolches Haſſes / nicht koͤnnen n D 3 vnd


