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Von der Gnaden Wahl /
Menſchlichen Geſchlechis vns aller dingen vnerforſchlich / be⸗
K uhe vnd bietbe! ſo merckt man gar leichtlicht / das er in dieſer
Predig verſchmitzt vnd nicht gar auffrecht ombgehen muß / mit
ſeiner Lert vnd Bekantnus/ da er erlich mal vorgibt / die Schuld
u der Derdamnuß ſiye indts Menſchen Vnglauben. Doch kan erwol ſagen / wenn ers chun wil / wie die Caluiniſten / Der an⸗
ſang der Verdamnuß ſeye vnerforſchiich / Als da G Oit Men⸗
n ſchen habe an dieſe oder jene Seüten geſtelt vnd verordnet/ da
beh wir deſſelbigen keine Vrſachen wiſſen mögen / aber in der Exe⸗
cuiion als da die Menſchen / die nicht gleuben ſollenvnd nichts
6) zu gleubẽ haben Caluiniſcher meynung nach jetzunder in jrem
S Vnglauben Vrſach vnd Schuldtragen jrer Verdamnuß. Al⸗
ſi ſo vnterſtehen zwar die Caluiniſten dieſe widerwertige Reden zu
i wergleichen Wie gut vnd recht aber Daos iſt / mii was ſchand
nd ſpott wider Gott / wil ich Chriſtliche Leſer ſelbs bedencken
ukſſen / vnd mag leiden / das ſich D. Dſiander ſelos daruͤder er⸗
„ ere / wil er vnuerdechtig ſein.
d Zum Neundien / Wie er alle Gnade Goites vnd Gnaden⸗
wahi abermal/ wie in ſeinen vorigen Schriffien geſchehen ziehe
e auff ein heimlich verborgen / vnd vns vnbekant Hrufflein / wel⸗ 4
chee on Gott allein mit dem Gnadenraht / mit der Gnaden⸗ ßlein.
n wuͤrckung darzu auch mit vnverhinderlichẽ Woiſtand zur Se⸗ S
I skrit gelencket vnd gezogen werde / das verſtehen wir lauler vnd
vi Klar auſßo ſeinen Worien / Da er ſpricht: Gott lege mit ſon⸗ ßol. 7.
deren Gnaden (mercke⸗ ſonderen Gnaden) ſelbſten hand
Sn vi greifſe darein mit ſonderen (merck abermal) Sna vol.b.
en den: Der Almechtige Gott lege ſein gewaltige/kreſſti⸗pœl.
u ge bnd gnedige Hand ſelbſt an: Sötſch herlich vnd be⸗ ſonder Oarvon ber goſte Hauff in Gottes raht ausge ſchloſſen
n ien ſol) Gnadenwerck Gottes/ ſcye Sortniemand ſch
uldig / ſondern flieſſe allein auſs Barmhertzig⸗
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