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Notwendige Endeckung, Wie D: Lucas Osiander in seiner Predigt von der GnadenWahl, die verzweyffelte Caluinische Lere verstreckt, mit Fürsatz, dieselbige in die reine, Christliche Kirchen in Würtemberg, vnd sonst allenthalben eynzuschmeicheln
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Warnung wider D. Oſianders Predig

Zum Sechſten / Das etliche an Chriſtum nicht gleuben / vnd nimer gleuben werden / ſey die Vrſach ſolches Jamers vnd Eien des alle mit einander / vrſpruͤnglich vnd anfenglich in Gott / Als

das er ſie dahin / das ſie auch gleuben / die Seligkeit ſuchen vnnd

annemen ſolten / niemaln von Ewigkeit her verſehen vnd verord⸗ net ſol haben.

Zum Siebenden / Weñ ſchon etliche nach dem Glauben vnd

Seligkeit lauffen vnd ringen / das ſie auch gern wolten ſelig wer den / ſo ſeye es doch vmb ſonſt / Deñ dieweil ſie nicht ſeyen in die Gnadenwahl vnd Gnadenverordnung komen / vnd ſampt ande⸗ ren eyngezeles worden / ſo ſey es mit jnen auß / vnd alles verloren.

Zum Achten / Gott habe bey ſich ſelbs erfehen / auch bey ſich erleſen / welche jme gefallen wuͤrden / auß dem gantzẽ Geſchlecht der Menſchen / zum Leben zu verordnen / Das ſol die Verſehun⸗ ge vnd Praeſeientia ſein / in welcher Gott geſehen ſol haben / wo⸗ hin ſein Hert mit Gnaden ſich wenden wolte.

Zum Neunden / Die er alſo erſehen / außgeleſen vnd auffge⸗ zeichnet ſol haben / die habe er mit einem Decret dermaſſen ein⸗ geſchantz vnd eingeſchloſſen / das bey denſelbigen kein Enderung zu erwarten oder zu beſorgen ſey / als das ſolche Menſchen ſol⸗ ten oder koͤnten fuͤrohin mehr verdampt werden.

Zum Zehenden / ſolle niemand darmit ʒu thun oder zu fragen

haden / welchen Menſchen Gott in ſeine Gnade vmb Chriſtiwit

len aufſgenomen hab / Denn es ſey ein Curioſitas / Das iſt / ein

Fuaden wabl vnnotwendig vnd ein vnerforſchlich ding. Da deñ die Meinung

darbey iſt / Es ſolle ein jeder Menſch es gehen laſſen / wie es gehtl Wer erwehli iſt/ der ſeye erwehlt / welchẽ Gott Gnade beſchert hab / dem ſeye ſie beſchert / vnd die werde jme auch nicht entruͤn⸗ nen oder entgeben. Hierauß muß auch folgen / Sol niemand mit der Menſchen Gnadenwahl zu thun vder derſeibigen nachzufor ſchen haben / ſo ſolle man auch niemand troͤſten / vnd bekämerte

Gʒewiſſen in furche ſchrecken / ob ſie erwehle ſeyen oder nicht

ohn einigen Treß im Zweyffel ſtecken vnd ndet