Von der Gnadenwahl.
Damii nun aber die Chriſtliche Kirche mit ſolchen geſchmier ten Predigten nicht hindergangen / vnd dardurch die ſchedliche Lere / welche Verzweyffelung an vnſer Seligkeit mit ſich brin⸗ get / nicht in das arme Volck gebracht / auch Vnſchuldige nicht weiter verfolgi vnd im grunde verſtanden moͤge werden / War⸗ umb D. DOſiandern vñ ſeinem Anhang zu Wittenberg zu thun geweſt ſeye / mit ſolcher Vngeſtuͤmm jre Lere fůͤrʒunemen! vnd Verfolgung anzurichten / Iſt die hohe Notturfft/ das man bey⸗ de die Lere vnd den Beirug welchen ſie darinnen fuͤhren / enide⸗ cke vnd offenbare / wie denn ſolches D. Dſiandere Predig ſehr wol beduͤrffen / vnd allen Sachen ein gute Nachrichtung geben wird.
Wie D. Oſiander mit dem Heuptſtreit / Von
der Gnadenwahl / betrieglich vmbgehe / denſel⸗ bigen verſtreiche vnd verberge.
P Rſilich iſi dieſes ohne Betrug nicht geſchehen / da er die Caluiniſchen Grumpen mit ſehr harten worten Fol.3. 4. 5 angreifft / vnd darbey jre Lere fuͤr ein Gontsleſterliche / ver D. O ſian dampie / verzweifſclte Lere / vnd fuͤr ein Lere des leidigen Teuf⸗ der ſchile fele erkent / vnd alſo nennet. Vermeynet hiemit/ den Argwohn die Calui⸗ der Caluiniſterey / vnd alles deſſen / was ſein Geſellſchafft jetzun niſten.
der vnter den Henden hat / von ſich zu ſchieben / Verdampt alſo vnter dem Namen der Caluiniſten / eben die Lere / welche nicht nur andern Caluiniſtẽ / ſondern ſeine ſelbs Lere / vor dem Mum pelgardiſchen Geſpraͤche allzeit geweſen iſt / vnd deren er gern wi derumb wolte auffhelffen / darinnen er nicht vmb ein Haar / ni⸗ cht vmb ein Syllaben vnd Buchſtaben weichet vnd anders hal⸗ ter / als die / deren Lere er fuͤr ein Goetsleſterliche vnd fuͤr ein Teuffels Lere in ſeinem Hertzen ſelbs / wo fern er im ſchreiben / Hertze vnd Federn bey einander gehabt / erkennen / vnd mi der Federn ſelbs außruffen vnd beſchreyen muß. Zum andern / braucht er ſich ſehr wol / den Hauptſtreit zu ver 3 gal⸗


