Georgẽñ Ludweigen Freyhẽrn zu Zuſtingenꝛ⸗ vnd du wirſt den Herꝛn erkennen. Derhalben / wr an den Hermn Jeſum Chriſtum von hertzen glaubt: der ſoll gewiß wiſſen / ñ nicht zweiflen / dz er mi dem erin Chyiſio geiſt⸗ licher weiſe verlobt / vnd dʒ der Her Chriſtus ſein lieber ge⸗ trewer Vreutigam ſey / der jne wolle ewigklich ſelig machẽ. Wann aber der Her: Chriſtus jhm will die Menſch⸗
laſt im
en vermehlen ſo laf er ſym werben / durch die Pꝛediger deß
Heiligen Euangelij dañ di ſelbigen vermahnen die leut / dz die Virchendie⸗
ſie ſich an den Herꝛn Chriſium ergeben / vnnd ſein geſpons ner-
werden ſollen. Vnd rechtzeſchaffne geirewe Prediger die
Werben nicht jhnen ſelbſten / (dann bas wehr nicht Czbar
gehandelt:) Sonder ſie werben dem Herꝛn Chꝛiſtv: Das
iſi: ſie Pꝛedigen nicht darumb / das ſie jhnen ſelbſten ein
anhang machen wollen / ſonderu ſie weiſen die Leuth zum ⁰
Heren Chꝛiſto. Ein ſolcher trewer Werber iſt auch ge⸗
weſen Johannes der Tauffer / weicher dem Heren Chrifto
fleiſſig gewoꝛben / vnd die Leuth zur Buß vnd zum Glaub⸗
en an vnſern Herꝛn Chꝛiſtum ermahnet vnd gewiſen ſich
ſelbſten aber nicht fůr Chꝛiſto dargegeben / ſondern folche Joan. ⸗
Ehr nicht annemen woͤllen / da ſie jhin gleich von den Ge⸗
ſandten der Hohen Pꝛieſter angebotten woꝛden· Darumb Joan· 3⸗
ſagte er auch: Wehr die Braut hat / (¶ Chꝛiſtus) der iſt
Breutigam. Der Freund aber deß Breutigams / ſteht vñ
hoꝛet jhmn zu / vnd frewet ſich hoch vber der ſtym̃ des Breu⸗
tigams. dieſelbige meine freud iſt nun erfuͤllet: Er muß
wachlen / ich aber muß abnemen. Ein ſolcher Werber iſt
auch S. Paulus gweſen / d ſchreibt vyn ſeinẽ Pꝛedigampyt
alſo: Ich hab euch vertrawet einem Man / das ich ein rein . Cor. a1⸗
Jungfraw Chꝛifio zubʒͤchte. Pon weilei 2 E


