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Ein Ermahnung vom Ehestand : Sambt einer Predig, von der Geistlichen Eheuerlobung, zwischen dem Herrn Christo, vnnd seiner Geliebten Gemein : Bey dem Hochzeitlichen Ehrnfest, deß Wolgelbornen Herrn, Herrn Georgen Ludwigen von Freiberg, Freyherrn zu Justingen vnd Opfingen, [et]c. Vnd des Wolgebornen Frewlins Barbara Gräuin zu Eberstein, [et]c. : Gehalten zu Justingen, den 5. vnd 6. Aprilis, Anno 1589 / Durch Lucam Osiandern, Doctorem, Würtenbergischen Hofpredigern
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Georgen Iudwigen heryherꝛn zu Zuſtingenſꝛe. ſlehung / da er noch im ſtand ſeiner ermderung / in der Chriſtus bleſdr knechts geſalt wat: fondirneriſt vndbleibt auchein wah⸗cycnrpn rer Menſch / nach ſeiner Aufferſtehung / vnd in ſeiner glorj ligkeit ein wah⸗ vnd Herꝛligkeit. Welche hereligkeit nicht hat ſein heilige rer Menſch. Menſcheit zur Gotiheit gemacht: ſonſten hetten wir zwen Goͤtter / deren der ein were von ewigkeit geweſen / der ander aber / were aller erſt in der zeit erſchaffen / vnnd hette einen anfang. Oder aber / es můſte die heilige Menſchheit Chꝛi⸗ ſti alſo von der Gottheit verzeert vnd verwandler ſein / das ſie nichts mehr were / ſondern auffgehoͤrt hette. Dardurch vns aber vnſer hoͤchſter troſt entzogẽ wurde / da wir wiſſen / das Chꝛiſins nach ſeiner heyligen Menſchheit warhafftig vnſer Bruder iſt vnnd bleibet: Woͤlcher nicht allein im werck vnſerer Erloͤſung /als ein getrewer Mittler/ ſich vn⸗ ſer (die wir jm ſo nahe verwand ſein ) trewlich angenom⸗ men: ſondern auch jetzt im ſtand ſeiner herꝛligkeit / ſich vn⸗ ſer nicht ſchaͤmet / ſondern zur Gerechten Gottes ſitzendt / vns taͤglich vertrit / vnd fur vns bittet. Deſſen wir vns bil⸗ Rom. 3. lich hoͤchlich zu troͤſten vnd zu erfrewen haben. Biſer herꝛliche Breutigam aber der Gott Menſch e ver⸗ ineinn Perſon vnd ein Hen Himmeis vnd der Erden iſi ſoben be⸗ hat ſich verehlichet / vnnd verſpricht ſich noch taͤglich / ehe⸗ men Sůndern⸗ lich / mit einem Armen Weibsbilde / welche nicht allein an geiſtlichen gůtern allerdings arm / vnnd von jhren Eltern nichts / dañ ſind vnd ſchand ererbt: Sie iſt darzu mit vn⸗ reinigkeit der Erbſuͤnd dermaſſen (wie mit einem auſſatz) vergifftet / das (jhrer erſten geburt nach an jhr nichts ge⸗ ſundes iſt / von der ſchaitel biß auff die fßſolen. Dañ al⸗ ſoſage S. Paulus von den armen Sundern: Da . Rom. 3. nicht