ort: Niemandt hat groͤſſere liebe / dann die / das er ſein leben laſſe fuͤr ſeine freundt. Wie beſten⸗ dig aber dir liebe ſein ſoll / lehrnen wir abermaln an dem Exempel Chuiſt / von welchem Johan⸗ , nes alſo ſchreibet: Wie er hatte geliebet dir ſei⸗ ⸗ nen / die in der welt waren / alſo hat er ſie geltebet
ans ende. Vnd hat vns der Herꝛ Ghriſtus
nicht damaln allein geliebt / da er vns durch ſein bluͤterloͤſet han ſonderner liebet vns noch heu⸗ Rom. s. tigs tags beſtendigklich: Sittzt zur Gerechten Gottes / vnnd vertrit vns / das iſt / er bittet den himliſchen Vatter (der jm nichts verſagen kan) trewlich fur vns / das wir die ewige Seeligkeyt mogen erlangen . Die beſtendige Eheliche lie⸗ be aber / ſoll ſich mit erzeigung aller trewe / in der that erweiſen · Der vrſachen dañ S. Pau⸗ lus den Ehemannern ſagt: ſie ſollen jhre Wei⸗ ber lieben / als jre eigne leib / Niemand aber hab gpef „ jemals ſein eigen fleiſch loder leib) gehaſſet / ſon⸗ der er nehre es / vñ pfleg ſein / wie der Her:ꝛ ſeinet Gemein. Demnach ſich geburt / das der Mañ fur ſein Eheweib ſorge / das ſie nicht allein bey ſeinem leben nahrung vnnd Pflag habe / ſonder
das ſie auch hernach verſorget / vnnd geburlich
bedacht ſcy. A 3 Wiewol
Joan. 175


