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Ein Ermahnung vom Ehestand : Sambt einer Predig, von der Geistlichen Eheuerlobung, zwischen dem Herrn Christo, vnnd seiner Geliebten Gemein : Bey dem Hochzeitlichen Ehrnfest, deß Wolgelbornen Herrn, Herrn Georgen Ludwigen von Freiberg, Freyherrn zu Justingen vnd Opfingen, [et]c. Vnd des Wolgebornen Frewlins Barbara Gräuin zu Eberstein, [et]c. : Gehalten zu Justingen, den 5. vnd 6. Aprilis, Anno 1589 / Durch Lucam Osiandern, Doctorem, Würtenbergischen Hofpredigern
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ort: Niemandt hat groͤſſere liebe / dann die / das er ſein leben laſſe fuͤr ſeine freundt. Wie beſten⸗ dig aber dir liebe ſein ſoll / lehrnen wir abermaln an dem Exempel Chuiſt / von welchem Johan⸗ , nes alſo ſchreibet: Wie er hatte geliebet dir ſei⸗ nen / die in der welt waren / alſo hat er ſie geltebet

ans ende. Vnd hat vns der Herꝛ Ghriſtus

nicht damaln allein geliebt / da er vns durch ſein bluͤterloͤſet han ſonderner liebet vns noch heu⸗ Rom. s. tigs tags beſtendigklich: Sittzt zur Gerechten Gottes / vnnd vertrit vns / das iſt / er bittet den himliſchen Vatter (der jm nichts verſagen kan) trewlich fur vns / das wir die ewige Seeligkeyt mogen erlangen . Die beſtendige Eheliche lie⸗ be aber / ſoll ſich mit erzeigung aller trewe / in der that erweiſen · Der vrſachen dañ S. Pau⸗ lus den Ehemannern ſagt: ſie ſollen jhre Wei⸗ ber lieben / als jre eigne leib / Niemand aber hab gpef jemals ſein eigen fleiſch loder leib) gehaſſet / ſon⸗ der er nehre es / pfleg ſein / wie der Her: ſeinet Gemein. Demnach ſich geburt / das der Mañ fur ſein Eheweib ſorge / das ſie nicht allein bey ſeinem leben nahrung vnnd Pflag habe / ſonder

das ſie auch hernach verſorget / vnnd geburlich

bedacht ſcy. A 3 Wiewol

Joan. 175