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Perſuchungen Chꝛiſti. jhre Brüder vil grimmiger ſtreiten / Dann wider die Zwinglianer / die fie nicht faſt gern beiſſen woͤllen. Vñ were ſchier ſo gut / das ſie offentlich zu den feinden tret⸗ ten ſo wuͤſte wan doch / was man ſich zu jhnen zuuer⸗ ſehen hette.
Da man auch nicht anderß will / wuͤrdt mandie
gantze vnnd rechte Erkandnuß Chuſti alſo nicht behal⸗
ten / vnndauff vnſere nachkommen bringen moͤgen · Dann wer Chiiſtum den Herin nur in ſeiner knechts⸗ geſtalt kennet / Vnd jhme nichts weitters jetzt im ſtand ſeiner Herꝛligkeit tribuirt vnd zu gibt der kennet Ghu⸗ ſum nicht gar oder gantz. Vnd kennet jhne eben in dem ſtand nit / da wir vns ſein / als vnfers liebſtẽ Bruͤders / vndallmechtigen Hertn /troͤſten ſollen. Da Stepha ⸗ nus geſteiniget ward / rͤffte er ſeinen Allmaͤchtigen Brudern Jheſum Chiſtum an / vnd ſagt: Herꝛ Ihe⸗ ſu / nimb meinen Geiſt auff. Wie kennen wir aber Je⸗ ſum (in der Natur / darinner vnſer Brůder iſt ) an⸗ ruͤffen / wann wir (mit etlichen Theologend ſollen dar⸗ fuͤr halten / das Ghꝛiſius / als ein Menſch / nicht alles wiſſe / auch nicht Allmaͤchtig ſey? Wo bleibt hie vnſer troſte Ja / wann mans beim Liecht beſehen will / ſo wuͤrt ſichs im grundt finden / das ſolche Leut vnſern Herin Khriſtum in der Krippen noch nit recht kennen: wie ſolten ſie jhn dann zur Gerechten Gottes ſitzendt
kennen⸗


