Verſuchungen Chꝛiſti aigenſchafften ſeyen / fur ſich ſelbſt / als eines Menſch⸗ lichen leibes. Dann beiderleh ſpruch der Vaͤtter vnſe⸗ rer Chuſtlichen Lehr nicht zuwider ſein. Geſetzt aber / das etliche der Vãtier ſprůch etwas wider die Maiefiet des Menſchen Chuſti lauteten: Warumb ſolten die ſprůͤch nicht ſouil (oder vi mehr) gelten / die dem Men⸗ ſchen Chuiſto ſein gebuͤrliche Maieſiet zuſchreibene als
die jenigen / welche das auſehen haben / als obſie jhme
an ſeiner Maieſtet etwas entzogen? Zu dem / iß der heiligen Vaͤtter anſehen nun ſo groß bey ſolchen Zheo⸗ logen worden / dz ſie den ſelbigen zu diſem Articul / ohn vnnd wider die heiuig Schrifft / woͤllen glauben: Wa⸗ rumb nemen ſie nit auch der Vaͤtter ſpruͤchen / vnd laſ⸗ ſen ſie gelten / woͤlche von etlichen Articuln auff Baͤb⸗ ſtiſch redẽe warumb vertedigen ſie nicht die anruͤffung der lieben heiligen / vñ andern der gleichẽ Articul mehr ⸗ welche in etlicht Vaͤttern funden werdene Wir danckẽ bllich dem Allmechtigẽ / das die heilig Schrifft wide⸗ rimb jhr anſehẽ bekom̃ẽ / vñ der heilige Vaͤtter ſchriff⸗ teiallein ſo weit bey vns angenommeʒjwerden / als ſie
mt der heiligen ſchrifft vberein ſtim̃en. Etliche Theolo⸗
genaber woͤllen vns widerumb von der ſchrifft in der Vitter Buͤcher / das iſt / in das weite Meer füren. Da
och offenbar / das man nicht alle ſpruͤch der Vaͤttern
nit einander voncilürn vnd vergleichen kan. Es wöollen aber fromme Chuſten vmb der ehr bottes / vnd jhres eigen Heyls willen / bedencken vnnd erwegen /


