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Ein Predig Avß dem vierten Capitel des Euangelisten Matthei : Von den Versuchungen Christi : Darinnen auch gehandelt würt, von der Person Christi, Vnd von den gantzen, halben, vnd haimlichen Zwinglianern : Gehalten auff der Fürstlichen Vestung Hohenasperg, den 12. Februarij, Anno 1581 / Durch D. Lucam Osiandrum, Würtenbergischen Hofpredigern
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Rin Pꝛedig von den Gott vnnd Vatter kan nicht allein das wenig / ſo voꝛ⸗ handen iſt / vermehren / ſondern auch / wann es noht thůt / newes erſchaffen: wie er dañ Himmel vnd Erden auß nichts erſchaffen hat·

Es iſt auch bey diſer erſten / vnnd bey den andern zweyen volgenden verſuchungen Chuiſii wol zumer⸗ cken / mit was Wehꝛ vnnd Waffen Chiſius den Sa⸗ tun abtreibet: nemiich / mit dem Schwerdt des wotts Gottes. Dann S. Paulus / als er ein Chriſtlichen Geiſtlichen Kriegsman außrůͤſten will / vermanet er / das wir (neben andern Geißtlichen Waffen ergreiffen vllen das Schwerdt des Geiſts / welches iſt das woꝛt Gottes. Mit diſem Geiſtlichen Schtwerdt ſollen wir gegen allerley anfechtungen wol geruͤſtet ſein / vnd vns daſſelbig nicht laſſen den Satan auß den Henden reiſ⸗ ſen. Derwegen / wann vns ein anfechtung fuͤrkompt / ſo laſt vns gleich ein ſpruch der Heyligen Schrifft der⸗ felben entgegen ſetzen / vnnd denſelben ſpruch feſi in vn⸗ ſerm Hertzen haiten ſo wirdt der Satan entlich nach laſſen müſſen.

Nach dem aber der Satan mit der erſten ver⸗ ſuchung gegen Shꝛiſto nichts erhalten moͤgen / da er jnekleinmuͤtig machen wollen / das er an Gottes / ſei⸗ nes Himliſchen Patters / gnaͤdigẽ hilff verzagen ſolte. hat er Chuſtum mit einer andern Wehtꝛ / vnd gar auff einer andern ſeyten / angeloffen vnd den Herin Chri⸗ fum wollen zur vermeſſenheit / freuel⸗ vnnd