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Ein christliche Leich-Predigt, bey der offentlichen Begangnuß vber dem seligen Abschied auß diesem Leben, Weilandt der Durchleuchtigen, Hochgebornen Fürstin vnd Frawe, Frawen Christinæ, geborne[n] Landtgräffin zu Hessen, Gräffin zu Erbach, [et]c. Deß Wolgebornen Herrn, Herrn Friderici Magni, Graffen zu Erbach, vnnd Herrn zu Breuberg [et]c. gewesener Ehegemahlin, Christseliger Gedächtnuß : welche den 26. Martij, des Morgens frühe, vmb 5. Uhr zu Erbach im Herren Christo seliglich entschlaffen vnnd folgends den 5. Apr. zu Michelstatt Christlich zur Erden ist bestattet worden: Jm Jahr Christi 1596 : gehalten zu Darmstadt in der Pfarrkirchen / durch M. Iohannem Angelum, Superintendenten vnd Pfarrherrn daselbsten
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Ein Chriſtliche Leichpredigt. en / vnd melne Augen werden jhn ſchauwen Job. 19. Chriſtus iſt meln elen / vnd Sterben iſt mein Gewiñ ſagt S. Paulus. Vnd abermals wir philipa. ten oder ſterben / ſo ſeynd wir deß Heoe / Rom r4. Dannich weiß ge⸗ Rom· . ij daß weder Todt noch Leben / weder Engel noch Fuͤrſtenchumb / noch hwalt / weder gegenwaͤrtiges / noch zutunfftiges / weder hohes noch tief⸗ s noch kein andere Creatur/ vns ſcheiden mag von der Liebe Gottes / die om n Chriſto Jeſuiſt vnſerm Hen Rom.3. Vnd ob gleich das krancke dertz endtich ſchmachten vnd auch ſterben muß (wie ſolches allen Men⸗ Gen.3. cen vmb der Sundewillen aufferlegt) ſo ſtirbt doch gleichwol ſein Schatz cht /ſein Erbe nicht /ſein hoͤchſtes Sut nicht /ſein Seel nicht: fondern lebet tinem newen Geiſtlichen / himliſchen Leben. Denn vnſer Schatz faſſet mere Seele vnd Geiſt in ſeine Hande / vnd begabet fie mit ewigem Liecht / ben vnd Seligkeit. Ich lebe ſpricht er Joan. 14. darvmb ſolt jhr auch le⸗ jtn. Darvmb ſehet / wann vns gleich Leib vnd Seel verſchmachten / ſoiſt n¶d bleibt doch vnſer Schat / vnſer treuwer Gott vnd Erloͤſer / vnſers Her⸗ a nns Troſt vnd vnſer Theil / Pſal.. Die vierdt vnd leite Vrſach iſt dieſe· dieweil dieſer vnſer Goͤttlicher Schatz das Fac Totum iſt / allein gilt vnd groß geachtet wirdt im ewigen wen / welchen allein der him̃liſche Vatter reſpectiret / als ſeines Hertzens Matth. 3. ehrte Kron vndallerliebſten eingebornen Sohn: In welchem er auch al⸗ Geiſtliche Schaͤtz Saͤm̃ler bruͤnſtig lich liebet / Epheſi. Das iſt das Zeug⸗ Gottes von ſeinem Sohn (ſagt Johannes der Euangeliſt / in ſeiner ſen Epiſtel am . Capitel) daß vns Gott das ewig Leben geben hat / vnd ſches Leben iſt in ſeinem Sohn. Wer den Sohn Gottes hat (den him̃⸗ ſſchen Schatz) der hat das Leben. Vnd ſolches habe ich euch geſchrieben / die glaubet an den Namen deß Sohns / auff daß jhr wiſſet / daß jhr das e⸗ miʒ Leben habt. Dieſem ſeinem furgeliebten Sohn / hat der Vatter alles Gericht an. Sergeben / Joany. Darvmb ſo hat vnſer Schatz gut Recht / Fug vnd Macht / daß er zu ſeinen Schat Sam̃lern dieſe froͤliche Stim̃ am juͤngſten Eag erſchallen lͤſt: Kompt her jhr Geſegneten meines him̃liſchen Vat⸗ s / ererbet das Reich / das euch von Anbegin der Welt hero iſt zuvor be⸗ let geweſen / Matth.. Item / Ich habe euch das Reich beſcheiden / wie nirs mein Vatter beſcheiden hat/Lue.ꝛ2. daß jhr eſſen vnd trineken ſollet/ meinem Tiſch / in meinem Reich / vnd richten die zwolff Geſchlecht 3 m. d ie

Ioan.14.