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Wie es zu anderen zeiten ergangen / wann Gott Chriſtliche vnd Gottſelige Regenten / die Pfleger vnnd Seugammen der Kirchen geweſen / gegeben hat / vnnd aber von wegen deß vndancks / vnnd der Sünden deß Volcks / dieſelben auffgeraffet / hinweg genommen / vnd ſhnen wieder entzogen / Davon mag man in der Kirchen⸗ Hiſtort leſen / wie es nach dem Tode deß Kayſers Con ſtantini Magni Theodoſi, Honorij, vñ anderer ergan⸗ gen ſey. Denn alles hie zu erzehlen / viel zu lang wůrde.
Was zu vnſeren zeiten ſich zugetragen / vnd taͤglich begibt / iſt am Tage / vnd darffkemer beweiſung / Son⸗ der/ es ſoll vns die Taͤgliche erfahrung die augen auff⸗ thun daß wir der wercke deß Herern lehrnen beſſer ach⸗ ten / vnd warnemmen.
Dañ ob ſchon die ruchloſe vnd ſichere Welt / die hand Gottes / vnd ſeine werck / in dem Tod der gerechten nicht erkennen noch mercken will: So leſt doch Gott in dem⸗ ſelbigen ſeine ewige Fůͤrſehung / vnd wunderbarliche Re⸗ girung alſo ſehen / daß / wer nicht mutwillig blind ſeyn wil / die groſſen werck Gottes nicht allein ſehen / ſondern auch gleichſam greiffen vnd fuͤhlen muß.
Dann iſt nicht das ein ſonderbares werck Gottes / daß gleich wie ein embſiger vnd fleiſſiger Bawman / den gu⸗ ten Weitzen / zur ʒeit der Erndte / in einer eyle / vor dem
Regen vnd vngewitter auffraffet / vnd an einen ſichern
orth in ſeine Schewren ſammlet / vnd verbirget: Alſo der getrewe vnd Barmhertzige Gott / ſeine liebe kinder ⸗ vnnd getrewe Diener / als herliche garben deß guten Weitzen / fůͤr dem ſchrecklichen wetter ſeines grimmigen Zorns /auch auffraffet von der Erden / vnd in die Him̃e liſche Schewren / da ſie fuͤr allem vngluͤck ſicher ſeynd / ſammlet vnd verbirgete
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