Ludwigen / Hersogen zu Wuͤrtenberg /c. „
mit ſchutz ſehirm / vnnd handhabung der reinen Religion⸗ auch befurderung der Gerechtigkeit / Zucht / vnd Erbarkeit / alſo ʒuerweiſen / daß der Allmaͤchtig ein gnadigs gefallen / die Vnderihonen aber Frewd vnnd Troſt darab haben ſol⸗ len. Derwegen dem Almaͤchtigen Gott hoch darumb zu⸗ dancken / der vns nicht ohn ein ordenlich Euangeliſch
Haupt gelaſſen / ſondern vns widerumb mit einer Chriſtli⸗
chen Obrigkeit / auß dem Fuͤrſtlichen Hauß vnnd Stam⸗ men Wuͤrtenberg / gnaͤdig begabet hat.
Auff daß aber des hochgedachten vnſers jetz regieren⸗ den gnaͤdigen Landtsfurſten vnd Herꝛn Regiment fri dlich / rhůwig / glͤckſelig / vnd langwurig ſey / das ſteht gleichſam in vnſer Hand / nemlich / nach dem wir vns gegen Got halten / vnd erʒeigen. Vnd mag allhie wol ſtatt haben das Sprůch⸗ lin: Quiſibet eſt faber ſuæ fortunæ: das ſt / jeder kan jhm ſelbſten ſein Glůck vder Vnglͤck ſchmiden/ wie er ſelbſi will:welches diſen verſtand hat: Nach dem ſich ein jeder wol oder vbel helt / nach dem machet jhms auch Gott / daß erjhm
Glůck oder Vngluck ʒuſchicke. Darumb woͤllen wir vnder
hochgedachter vnſer jetzigen Chriſtlichen Obrigkeit in fri⸗ den vnnd ruhe leben / ſo muͤſſen wir ſolches von dem aller⸗ oberſten Herꝛn / Himmels vnd der Erden / erlangen / vnd bey demſelbigen außbringen .
Diſes wuͤrdt gewißlich geſchehen / wann wir vnſer groſſe Vndanckbarkeit fur ſo groſſe Goͤttliche Woltharen (neben andern vnſern ſchweren Suͤndewerkennen / vnd von hertzen berhewen / vnnd beweinen: vnnd vnſer Leben / durch Chriſtliche Buß vnnd Bekehrung zu Gott ernſilich vnnd warhafftig beſſern. Wann wir vnſern hiſñliſchen Vatter empſfiglich vmb verzeihung vnſerer Suͤnden (vmb Chriſii willen) werden bitten / vnnd jhn anruͤffen / daß
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