Habac. 4/
96 Chriſtliche Predigten / gehalten bey der beich / Herm
fen ? Vnd kan ſolcher gerechter Zoꝛn Goltes / vnd
ſchrockliche Straffen / nicht von vns abgewendet
werdenẽ Das woͤlle Gott nicht. Gott der HEr: will vns mit gnaͤdigen augen anſehen / wann nurwir ſelbſt woͤl⸗ len. Dann Gott hat vil mehr luſts / den Leuiten guts zu⸗ thun / dann ſie zuſtraffen ·
Diſes zeiget vns der Allmachtig Gott alſo bar in der that / daß er in ſeinem Zoꝛn ſeiner Barmhertzigkeit geden⸗ cken wolle. Dann vnſer lieber Gott hat vns auß dem Fuͤrſt⸗ lichen Stammen / vndloblichen Hauſe Wuͤrtenberg / ein Chriſtlich Haupt (in mancherley gefahr vnd widerwertig⸗ keit) erhalten / vnd gegeben / naͤmlich / den auch Durchleuch⸗ tigen / Hochgeboꝛnen/ Furſten vnd Heren / Herꝛn Frideri⸗ chen / Hertzogen zu Wuͤrtenberg vnnd Teck / Grauen zu Muůmpelgarten / xc. vnſern gnaͤdigen lieben Landsfůßfn vnd rechten eigenlichen Erben diſes Hertzogthumbs? ſen F. G. der Allmachtig gnaͤdig Gott mit mannlichen Leibserben vnd junger Herꝛſchafft reichlig geſegnet. Wel⸗ cher auch von jugent auff bey der reinen/ allein ſeligma⸗ chenden Lehr des heiligen Euangelij auffgewachſſen / zude⸗ ren reinen Lehr ſich Jhꝛe F̃. G. biß daher beſtaͤndig bekennt / vnd finden laſſen: ſelbige auch mit der that vnd warheit be⸗ fuͤrdert / vnnd ſich falſcher verfuͤhriſcher Lehrl ernſilich vnd offenilich widerſett. In maſſen auch Ihre F. G. bey dem Fuͤrſtlichen Hauſe Wuͤrtenberg / von dero Kindheit an / zu
allen Fůͤrſtlichen Tugenden (wie auch in gulen Kuͤnſten vnd Sprachen) erzogen worden. Vnnd iſt Ihꝛer F̃. G. ernſilicher / Chriſilicher / vnd eiferiger Fůͤrſat / ſich bey dem Kirchenregiment/ der Kirchen / vnd in politiſchen A— mi
S T aber den Sachen nicht mehꝛ zuhelf⸗


