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Ludwigen / Hertogen zu Wuͤrtemberg /
heimgeſucht / vnnd vns ſeinen Geſalbten / der vnſer troſt Thren 4. war / deſſen wir vns troͤſteten / wir wollten vnder ſeinem Schatten leben / nemlich den hochloͤblichen Fuͤrſten / deſſen
wir nicht werth geweſen / all zufrůhe auß den augen geruckt
hat. Dann es iſt vnſer Boßhen ſchuld / daß wir alſo ge⸗ pſer.. ſteupt / vnnd vnſers vngehorſambs / daß wir alſo geſtrafft werden. Alſo muͤſſen wir innen werden / vnd erfahren / was
fur jammer vnnd hertzleid es bring / den HE RRN vnſern
Gott nicht foͤrchten. Vnd da der Allmaͤchtig Gott nach ſeinem gerechten zorn vnd vnſerm verdienen woͤllte mit vns handlen / heiten wir mil vnſern vilfeltigen ſchweren Suͤn⸗
den noch groͤſſere Straffen vnnd Plagen wol verſchuldet /
die auch gewißlich nicht außbleiben werden / wa wir vns
nicht mit rechtſchaffner ernſtlicher Buß zu jhme bekehren·
Wie er in ſeinem Geſatz durch Moſen drewet / daß er die Ceu ꝛ6. jenige / ſo ſich (mit einer oder zweien vatterlichen Ruten)
nicht woͤllen zůchtigen laſſen / noch ſibenmalaͤrger ſchlagen wolle / vmbjhrer Suͤnden willen / biß ſich jhr vnbeſchnittes
hertz demuͤtige. Wie wir auch nicht vnbillich beſorgen muͤſ⸗
ſen / eines ſolchen Gottſeligen frommen Herꝛn Tod bedeu⸗
te vns nichts guls / vnd ſey ein Vorbott des kuͤnfftigen Vn⸗
gluͤcks / vor welchem der Allmaͤchtig Ihre F. G. hinweg
zucken woͤllen / wie den frommen Koͤnig Joſiam / welchem
der HErꝛ ſagen ließ: Ich will dich ſamblen zu deinen Vat⸗par 34. tern / daß du in dein Grab mit friden geſamblet werdeſt / daß
deine Augen nicht ſehen alle das Vnglůck / das ich vber di⸗
ſen ort / vnnd die Einwohner bringen will.
Derhalben iſt es hoch von noten / daß wir nicht nur ⁊Cor 7. hertzlich betruͤbt / ſonder Göttlich betruͤbt ſein zur rhew. Dann wůrcket
eine


