Oſiz. Apoc. 4
E ſa40.
Chriſtliche Predigten / gchalten bey der Leich / Hern
iſts / daß wir des ewigen Tods geͤbriget/ wann wir an den HERM glauben / der da geſagt hat: Tod / ich will dir ein
gifft ſein · Hell / ich will direin Peſtilent ſein. Dannenhero
ſelig ſind / die in dem HE Rrn entſchlaffen. Dann ſie ruhen
von aller jhrer Arbeit.
Es wuͤrdt aber der Menſch nicht ohne vrſach dem Graas vnnd Blumen verglichen. Das Graas zieretden Erdboden / gleich wie ſchoͤne Tapecerey ein Fuͤrſtlich Ge⸗ mach ʒieret. Die Blumen ſeind nicht allein ein ſchoͤn / ſon⸗ der auch ein nutzlich Gewaͤchs / hol dſelig von Farben / an⸗ mutig von Geruch / heilſam vnd furtrefflich von krafft vnd tugendꝛalſo / daß der Menſch / der zuuor ſchweifftzig / melan⸗ choliſch / vnnd gleichſam erſtorben geweſen / wann er in das gruͤne Feld / oder in ein wolgepflantzten Blumengarten kompt / augenſcheinlich erquickt / vnnd gleichſam widerumb
iebendig wuͤrdt.
Aber was geſchicht Wann der Wind druͤber gehet / ſo iſt die Blum nimmer da⸗ vnnd jhr ſtett
kennet ſie nicht mehr /c. Wann die Sonn heiß drauff ſticht / will deꝛ Prophet ſagen / vder ein brennender Lufft da⸗ her gehet / ſo verdorꝛen vnd verwelcken Blumen vñ Graas / ſonderlich / wann der Meder die Seges anlegt⸗ Graas vnd Blumen die vnder einander ſtehen / abmehet daiſis vm all jhr zierd vnd ſchoͤne geſchehen.
Aſo helt ſichs auch mit dem Menſchen⸗ Der Menſch iſt das Graas: der Menſch iſt die Blum die in einer kͤrtzejr ſtett nicht mehrkennet. Zu dem Propheten Eſaia ſagt Goti der HEr:: Predige. Er fragt: was ſoll ich predigen. Der HErꝛ antwortet: Predige / Al⸗ les Fieiſch iſi Herv / vnnd al ſein Hertligkeit oder . ie


