zu Ortenburg. „5
da die Todes angſt herbey kommen? Meln GPtt / Mein GDit/hůͤlff mir. Vnnd wie Ihme von dem Tooes kampff vnnd bluttigen ſchweiß JEſu Chriſtt / vnd daß er am Creutz geſchryen: Mein GOtt / Mein GDit / wie haſtu mich ver⸗ laſſen daß er ſi h damtn troͤſten wolle / weil es )hme zu gut ge⸗ geſchehẽ / zu gemuth gefuͤhret / hat er geantwortet: Ja dz weiß ich. Wie jhme auch weuter / dah er nun mut dem altẽ Simcon im friede fahre / Vñ der Herꝛ Jeſus ſeinen Geiſt auffneme⸗ zuge ſprochen / er ſich auch deſſen getroſtet / hat er wider ins
Beti begeret: Vñ iſt alſo bald / da men jn nidergeleget /ſanfft
vnd Selig vnter dem Gebet eingeſchlaffen ·
Alſo hat GOTT dieſes vnſers lteben vnnd frommen Graven / vnnd vnſer Gebet erhoͤret: Daß er dieſen ſemen Diener im wahrem Glauben / erkentniß vnnd anruffung ſet⸗ nes Sohns / bey geſunder vernunfft erhalten / vnnd mit ei⸗
nem Seligen Ende zu ſich genommen hat.
Zweifeln demnach an ſeiner Seligkelt nicht ſondern ſind deß in gewiſſer zuverſicht / dz ſeine Seele jetzt im Para⸗ diß bey dem HErꝛn Chriſio iſt / vnd daſelbſt ruhe vnd freude empfindet: Sein Fleiſch ruhet auff hoffnung / wirt aber am Juͤngſten Tage wider aufferwecket / mit der Seelen wider veremiget / vnd dem Herꝛlichen Leib Chriſtt gleichförmig ge⸗ macht werden: Vnnd alſo wird er bey dem HERRNein allezett Mu dieſen Worten ſollen wir vns nun vnter⸗ einander troͤſten.
Ihr aber /lebt Chriſten / die Ihr jhrer Gnaden Vnrer⸗
thanen geweſt ſeyd / wiſſet / wie ihr ſo einen frommen HErn
verlorn habt / an dem jhr nicht ein Bbrigkett / ſondern unen Vatter gehabt habet / der nicht allein fuͤr ewren Leib / vnnd zeitliche narung / vnnd ſchutz / ſondern fuͤr ewre Seelen / ſon⸗ derlich vnnd fleiſſig geſorget hat / dafur jhr billich GDtt dem
HErꝛn dancken / vnnd euch alſo gegen GOttes Wort ver⸗
Guj halten


