51 Leichpredig Graven Joachims
ihn niemand auß deß H E R RChriſtt Hand reiſſen wer⸗ de: Der Vatter / der ihn Chriſto gegeben/ ſey gröſſer deñ alles / vnnd niemand könne jhn auß deß Vatters Hand reiſſen ·
Von der Danckbarkeit: daß er durch die Gnade deß Heyligen Geiſtes im ſtande der gutten Werck ſich wolle ſin⸗ den laſſen / gedultig in der Kranckhelt⸗ vnnd beſtendig be⸗ harꝛen / vnnd G D T T vmb die Gnade anruffen
wolle.
Auff ſolch Bekaͤnmiß hat er mit eigner Stimme bezeu⸗ get / daß er allen /von denener beley diget / vnnd betruͤbet / von Hertzen verzethe: Auch die ſeinen vmb verzethung gebeten⸗ vnnd alſo dieſelben in G Ottes Schutz befehlende / geſegnet ⸗ auch andere / hohes / vnnd nidriges Standes / Bekante vnnd
Freunde zuſegnen befohlen·
Fuͤr dieſe Gnade haben wir ſuͤmpilich GDtt mit vn⸗ ſerm demuͤtigen Gebet gedancket / vnnd vmb beſten digkeit wetter angeruffen. Da er nun gemercket / daß das Ende herbey nahe / hat er gar offt begeret / daß man den 42. Pſalm / Wie der Hirſch ſchreyet nach friſchem Waſſer / leſen ſolle ſein groſſes verlangen nach dem HErꝛn / JEſu Chriſto / vnd dem ewigen Leben zubezeugen: Vnd wenig ſtunden fur dem Ende/ mit Lateiniſchen worten auß dem 7. Pſalm geſpro⸗ chen: Vatter vnd Mutter hahen mich verlaſſen: Aber du HEr:ꝛ haſt mich auff vnnd aygenommen: Vnd bald darauff auff den Seſſel begeret / vnd wle man jhn nach ſeiner gewon⸗ heit hin vnnd her tragen wollen „zweymal zu der Gemahlin geſprochen: Lucta / die Nacht Sterbe ich: iſt auch nicht lang
darnach in eine ſchwere Ohnmacht gefallen / daß wir nicht anders vermeinet / er were ſchon dahin Aber wie wir gobetet⸗ hat er ſich wider erholet vnndgeſprochen: GDit Lob vnnd Danck / das Gebet hat mich wider erqutket. Nicht lang
hernach wider in Dhnmacht gefallen / vnnd endlich geſoge da die
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