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zu Ortenburg. 55 auff daß ſie auß dieſer einigkett deß willens / der Allmacht vnd deß weſens / wie jhre Seligken ſo wol verwaret ſey / vnnd jh⸗ nen nimmermehr koͤnne genommen werden / je lenger je beſ⸗ ſer ſchlieſſen lernen / vnnd ſich dar auff gentzlich gruͤnden vnd verlaſſen koͤnnen.
Wann nun ein glaubiges Hertz verſichert iſt / daß es gewiß vnter dieſe Schafe gehoͤre / ſo kan es leben digen vnnd beſtendigen Troſt inaller widerwettigkeit / vnnd mitten im Tode haben vnnd ſprechen: Ob ich ſchon Wandel im Fin⸗ ſtern thal / vnnd ſchatten deß Todes / ſo furchte ich doch kein vngluͤck / denn du HEr: JEſu Chriſie / mein Hirt / biſt bey mtr / dein Stecken vnd Stab troͤſten mich.
Derwegen ſol jhm ein jeder mit warem Glauben zuelg⸗ nen / was alhie von dem Sohn G Dtles iſt geſagt worden / ſo wird ſich ſein Glaube grunden auff dieſe warhafftige vnd ge⸗ wiſſe verhetſſung deß Sohns Gottes /darinnen vns beyde die Warheit/Ltebe / Trew / vñ Allmechtigkelt deß Himliſchẽ Vatters iſt abgemalei / vnd zu gemůth gefuͤhret worden.
Was nun anlangt den gutten vnnd getrewen Hirten ſel ſi /ſpricht er zu einem jeglichen: Ich gebe melnen Schaft das ewige Leben. Das ewige Leben aber beſtehet nicht al⸗ lein darin / daß es nimmermehr auffhoͤre / ſondern daß es auch
in freuden / Seligkett / vnd herꝛligket immerdar wehret / die bhal. 16. u.
kein Aug geſehen / kein Bhr gehoret / vnd in keines Menſchen Hertz nie kommen iſt. Das iſt das licbliche weſen zur rechte GDTtes.
Oh iſt nun der Glaubigen Schlußrede: Wer ein Schaf Chriſtt iſt / dem gibt Chriſtus das ewige Leben.
Ich bin ein SchafChriſtt. Derhalben gibt mirChri⸗ ſius das ewige Leben. Alſo wirt aller ʒweifel von der ewigen Seligkett vertrieben / wie auch ein jeglicher glaubiger im Glauben ſagt. Ich Glaub ein ewiges Leben. Alſo fort auß den andern Worten: Die Schafe Chriſit wer⸗ den nimmermehr vmbkommen; Ich bin ein Sſel
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