38 Leichpredig Graven Jvachims vnter den Creaturen vlel groſſe vnnd ſtarcke dinge ſein / wie in der Schrifft /Fuͤrſtenthumb/ Gewaii⸗ Hertſchafft /c. ge⸗ nennet werden / ſo ſeynd ſie doch vtel kleiner als der Vatter / vnnd jhm gar nicht zu vergleichen / er iſt doch groͤſſer denn alles / vnd der aller groͤſſeſte
Hierauff ſetzet er nun / daß dieſe Schafe niemand auß ſeines Vatters Hand retſſen koͤnne / vund iſi die ſchluß rede deß o E R R N CHriſti dieſe: Wer groͤſſer iſt denn alles / auß deſſen Hand kan metne Schafe niemand reiſ⸗ ſen. Der Vatter der ſie mir gegeben hat / iſt groͤſſer denn alles. Derhalben kan ſie nemand auß meines Vatters Hand reiſſen · Alſo werden dte beyde gruͤnde zuſammen ge⸗ ſetzet / die groſſe liebe deß Vatters zu dieſen Schafen. Vnd dann auch ſeine Allmacht. Weil nun dieſe kbe ſich nicht endert / ſeine Krafft nicht geſchwechet wirt/ vnnd nmmet⸗ mehr etwas groͤſſers vnd mechtigers ſein kan als dieſer Vat⸗ ter / alſo bleibet es auch gewißlich dabey ⸗ daß tieſe Schafe auß ſeiner Hand ntemand reiſſen köͤnne. Denn ob ſich wol die Ereatur ſolches vnterſtehen wolte / ſo iſt es doch vnmog⸗
lich / vnnd muß dieſeibe allezeit erfahren / daß ſie dieſer groͤſſe
deß Vatters vnterworffen ſey Vnnd er allzeit groͤſſer⸗ denn alles / bleibe.
Endlich beſchleuſt auch der HErꝛ Chriſtus dieſe Pre⸗ digt alſo / daß er die einigkett ʒwiſchen jhm / vnnd dem Vat⸗ ter / ſeinen Schafen zu gemůth fuͤhret vnd ſpricht: Ich vnnd der Vatter ſeynd eines: Alſo daß die Schafe wiſſen ſollen⸗ daß eben das / was der HEr Criſtus woͤlle/ das wölle der Vter auch / was der Vatter woͤlle/ das wölle Er / der HErꝛ Chriſtus / auch.· Was der Vatter koͤnne / das koͤnne er auch⸗ vnd wiil ſie im willen vnd vermogen durch auß eines ſein / ſo
muſſe folgen / daß ſie auch im welen eines / vnnd er mit dem Vatter/warer/cwiger / vnnd Almechtiger GD T T au


