ſie ʒugleich mit den vngleubigen geſtrafft / vnd eben ſo wol / als die andern mit der Peſtilentz beladen werden / wo nicht / ſo mus dieſer Pſalm ſelbſt mit jhm vneins vnd ſtreitig ſein.
Darauff iſt nun zu antworten / das der Pſalm kei⸗ nes weges jhm ſelbſt zu wider ſey. Denn die rechtgleu⸗ bigen Chriſten / welche Gott dem allmechtigen von Hertzen trawen / gantz gnedig fur der Peſtilent nicht al⸗ lein / ſondern auch für andern gemeinen Landplagen ⸗ damit die Gottloſen (wie der s. vers meldet) geſtrafft werden / ſollen ſicher ſein vnnd bleiben. Damit aber gleichwol jhr alter Adam nicht zu geil vnnd mutwillig werde / thut Gott aus ſonderm bedencken / jhrer Seelen zum beſten / jhnen mancherley Creutz vnnd truͤbſal zu⸗ ſchicken. Auff das ſie aber darinnen nicht kleinmuͤtig vnd verzagt werden woͤgen / verheiſſet er jhnen in dieſen worten gnedige huͤlffvnnd beyſtand / das er ſie endlich aus der Not erretten wolle. Haben alſo die rechtgleubi⸗ gen zwiefachen troſt. Einen / das ſie in ſterbensleufften / wenn ſchon eine groſſe menge Volcks zu beyden ſeiten dahin falle/ ſollen fuͤr der verderbenden Plage ſicher ſein vnd bleiben / wofern ſie nur das vertrawen / vnd zu⸗ uerſicht des Hertzens / laut ſeiner gnedigen verheiſſung / nicht fallen laſſen. Den andern troſt haben ſie alſo / das ob ſie gleich mit dem Creutz vnnd truͤbſal beladen werden / dennoch Gott der H E R R bey jhnen in der NVot ſein wolle / ſie troͤſten / ſchutzen / vnd endlich heraus reiſſen / wie lange er auch offtmals / zu mehrer beweerung jhres Glaubens / mit der huͤlffe verzeucht.
Die ſiebende wolthat iſt Ponatio longæ vitæ, Do
Reſponſio.
VII.
dauon ſaget Gott allhier alſo! Ich wil jhn ſettigen & vu.
D j mit
natio lon⸗


