abtreiben laſſe.
2. Qui nomen Dei cogno⸗ lcit.
3⸗ Qui Deum leriò inuocat
Luc. 17.
ten / vnd jym anhangen / das man ſich von jhm nichts
Darnach mus er Gottes Namen kennen / welches bey dem vorigen notwendig ſein mus. Denn keine wa⸗ re beſtendige liebe nimmermehr ſein kan / es komme denn dieſelbe aus dem rechten erkentnis des Goͤttlichen Na⸗ mens. Was heiſt aber den Namen Gottes kennen e Nichts anders / denn Gott alſo erkennen / wie er ſich in ſeinem Wort geoffenbaret. Item / Gott vnnd ſeinem Wort vertrawen / vnd feſtiglich gleuben / das er vmb Chriſti Iheſu willen gnedig ſein / Suͤnde vergeben / vnd in allen nõten / ſo fern es ſeine Goͤttliche ehre vnd vnſere Seligkeit belanget / gerne helffen wolle.
Endlich folget auff das begeren vnnd kennen das anruffen. Denn niemand Gott anruͤffet / es ſey denn das er jhn recht erkenne / mit hertzlicher liebe jhm an⸗ hange / vnd feſtiglich Gottes verheiſſung gleube. Wie ſollen ſie / ſagt S. Paulus / anrufſen / an den ſie nicht gleuben? Anruffen aber heiſſet in heiliger Sprache ſo viel / als mit dem ruffen Gott begegnen / Wie die zehen Auſſetzige im Euangelio mit jhrer erhabenen ſtimme dem HErrn Chriſio begegneten / vnd geſchicht ſolches nicht nuͤr mit dem Munde / ſondern alſo / das man zu⸗ gleich von gantzem Hertzen zu Gott ſeufftzet / welches denn das beſte Gebet iſt / auch von Gott gnedig erhoͤret wird / wie die bekandte Vers lauten:
Non vox, ſed votũ, non muſica chordula, ſed cor, Non clamor, ſed amor cantat in aure Dei.
Alſo


