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Christliche Predigt, Bey dem Begrebnis der Erbarn vnnd Tugentsamen Frawen Barbara Hewerin, weiland des Erbarn vnnd Achtbarn Herrn Johan Heinrich Hewers, Chur vn[d] Fürstlichen Sächsischen gewesenen AmptSchultheissen zu Suhla, hinterlassenen Widtwin : Anno 1599. den 13. Januarij, aus den letzten dreyen Versen des 91. Psalms gehalten / Durch M. Christophorum Schadium, Pfarrherrn zu Suhla
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Propoſitio

trimembris.

erfunden werden / des wir vns wider das grewliche Terrificans des Teuffels / auch wider allerley not vnd todt / in vnſerm gantzen leben ſehr reichlich zugetroͤſten aben.

Demnach wir vns billich diß herrlich Oraculum in vnſere hertzen zu ſteter betrachtung fleiſsig einbilden ſollen / wie denn auch ein jeder Chriſi / von jungen vnnd alten / Mans vnd Weibsperſonen / den gantzen Pſalm vmb des vielfeltigen nutzes willen jhm fein bekandt ma⸗ chen ſol. Denn von dieſem Pſalm recht kan geſagt wer⸗ den / was der heilige Baſilius in der Vorrede vber den erſten Pſalm von dem gantzen Pſalter in gemein ſchrei⸗ bet / das er nemlich ſey: Tutela pueris, iuuenibus or⸗ namentum, ſolamen ſenibus, mulieribus aptiſsimus decor, Der Kinder ſchirm / der Jugendt ſchmuck / der alten troſt / des weiblichen geſchlechts wolſtehende zier. Vmb welches nutzes willen ohne zweiffel dieſer Pſalm vorzeiten in allen Completorijs durch das gantze Jhar vber / fuͤrnemlich aber in der Faſten fleiſsig vnnd mit gantzer andacht geſungen worden iſt / wie die Gloſſa Ordinaria meldet.

Wir wollen aber jetzund bey dem verleſenen Tert dieſe drey Puͤnctlein handeln:

Zum Erſien anzeigen / Wer der ſey / vnd wie er in dieſem Pſalm genennet werde / der allhier ſolche groſſe verheiſſung thut.

Zum Andern / Wem ſie widerfahren ſol. Zum Dritten / Was fur groſſe wolthaten ſolche

verheiſſung vns fuͤrhalte. Zum