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Leichpredigt vder den Spruch
wolte / welchs geſchehen / Vnd Gott ſey lob / dieſen Tag ſich fein befunden ·
Dienſtags den ⁊7. Hab ich jn abermals beſucht / ſeh 5z. matt funden / Iſt die Edle Fraw Affran / Juncker Dtt zein Schlegels Weib da geweſen /welche jhn erinnere ſeiner lieben Mutter / vb er ſie nit zů ſich holen laſſen wolte / hab ich jhm bald angezeiget / das ſein hertzliehes Weibgegen mir gedacht / voriges Tages / hoffete das jr liebe Muh⸗ me / die Edle Fraw vð Bila / zu Roſſel gerne ſie beſuchte / ward beſchloſſen / das ſeiner Mutter / vnd der von Bilen geſchrieben / vnd die Brieffe weg geſchickt wuͤrden / vleiſ⸗ ſig 15 jnen zu beſuchen. gurcht Dieſes mal gedachte er der Flucht / die jnẽ offt geretwet kegen doch were es nit aus ſeinem Kopff / zweiffels vnnd klein⸗ der muͤtigkeit wegen / ſondern nach Rath anderer / dzes auch Scht. keine Suͤnde /geſchehen / Sagete mit ernſten worten / Es
hette jn jmmer an allen oͤrten gedaucht / er werdewʒ groͤſ⸗ ſers aus ſtehen muͤſſen / gebeten das Gott jm wolte helfft ſein Creutz ſelber tragẽ / nach ſeinen waren verheiſſungẽ. Donnerſtags fruͤhe / bin ich vmb )ꝛ. vhr erfordert durch Jacob den Reiſfigen Knecht / als er alle ſein Geſin⸗ de zum gehorſam ermahnet / vnd fuͤr jn zu beten. Matte Sei ſich gantz zum ſeligen Abſchied / wegen groſſer Qual vñ Schmertzen / bereltet / Hieß Beten / vnnd Betet Erſel⸗ ber von gantzem Hertzen vnnd ſagete / ob er gleich nicht alle wort nach redte / blieben ſie im Hertzen / wegen der ſchwacheit / vnd wolte bey ſeinem glauben vnd bekentnis un Chriſtum / beſtendig durch ſeine huͤlffe /beharren. Er zweuffelte ſehr / das die ankunfft ſeiner lieben Mutter / zu langſam ſein wůrde / aber der liebe Goti ſtercket zhn / das ſich die ſchmertzen linderten / vnnd widerumb beſſer vnnd ſiullet ward von der Angſt· Ward


