Leichpbedigt dber den Spruch
Sott ſoꝛ ber in Gefahr geben / vnd Gott verſuchen / wieſichs viel⸗ man nit znals zutregt / vnd jnen ſchedlich iſt. Wenn nuein Miſch vetſocht gleich nach Gottes Willen mus abſcheiden / es ſey wel⸗ ches Todes es wolle/ ſo geſchicht ſolches durch Boßheis
des Teuffels nit allein / ſondern durch den gnedigen vnd VBaͤterlichen willen vnſers lieben Gottes im Himmel /
der es jhm nachgibt.
Wenn wir denn fo einen gnedigen G Ott haben / der
ſich vnſer ſo treulich angenomen / ſchuͤtzet vnd bewaret/
das vns nichts boͤſes widerfahren kan / vnd da vns gleich
etwas anſtoͤſſt / das doch daſſelbe zum beſten gedeyẽ mus / ſo ſollen wir je billich / denſelbigen vnſerm lieben getrewẽ
Gott vnnd Vater hertzlich loben vnd preiſen / vnnd vns troͤſten / auch gewis gleuben / es gehe wie es wolle/wil Er
vns doch / weil wir ſein ſind / in dieſem Leben alſo ſchutzen /
durch ſeine Gnade vnd heiligen Geiſt Regieren vnd fuͤh⸗ ren / mit ſeinẽ Goͤttlichen allmechtigen Wort / vnd hoch⸗ wirdigen Sacramenten bekrefftigen / durch ſeine liebe
Engel leitẽ vnd pflegen / gleich wie ein Vater oder Mut⸗
ter jte Kinderlein warten. Ja dz viel hoͤher vnd mehr iſt /
Er tregt vns in ſeinem Leibe / Wie der Prophet Eſaias
æſn as. am vier vnnd ſechtzigſten Capitel / v. 4. ſaget: Jq / Ich wil euch tragen biß ins Alter / vnnd biß jhr Graiw werdet / Ich wil heben vnndtragen / vnd erretten. In Summa / vnſer lieber Gott kan nichts an⸗ ders / denn ſich vnſer annehmen. Er wil vnd wird ſich
vnſer annehmen / vnd vnſer gahr nicht vergeſſen / wie Er
lat. as zuſagt im Propheten Eſaia am neun vnnd vierzigſten Capitel / V.N · Kan auch ein Weib jres Kindleins
vergeſſen / das ſie ſich niterbarmepber
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