die Heupſtad war in Macedonia, vnd viel gewerbs do⸗ ſelbſt getrieben wurde / vnd gleichwol vnge achtet/ das vnter
den Kauffleuten viel ſind geweſen / die ſich in ermelten be⸗
ruͤmbten Staͤten zum Chriſtlichen glauben bekehrten/ wie
auch an der Purpurkramern Lydia zu Phillippis zuſchent So ßat doch Paulus niemals in allen ſemẽ Spiſieln gedacit⸗ das die Chriſten an felbigen orten nicht ſolten gewerb oder Handthierung treiben.
Seine Corinther leſſet er immer hin handeln / doch thut er jhnen die erinnerung / das ſie einander nicht vnrecht thun⸗ 1Cor. 6. vnd das die / ſo da kauffen / ſollen ſein / als brſitzen ſie nichts / vnd die dieſer Welt gebrauchen / das ſie derſelben nit misbrauchen.1. Cor. 7. Alſo au h denen zu Epheſo / zu Theſſalonich / leſt er einem jeden die eigenſchafft ſemer gůt⸗
ter / ſein gewerb vnd handthierung / aber die vermanumg
thut er hnen / das niemand den andern vervortheile in irgend einem handel. Daher vnwiderſprechlich erfolget / das der ſtand der Kauffleut von S Paulo ʒugelaſſen / weil er ʒiel vnd mas fuͤrſchreibt / wie man vnuerweislich darinnen leben můge / damit Gott ni erzůrnet / vnd wieder die liebe des Ne⸗ heſien nichts gehandelt werde. Gleichol aber gehort groſſe vorſichtigkeit darzu / das man 1icht aus verkehrter begerd reich zu werden / andern lemen vnrecht vnnd zu kurtz thuc· Darumb ſchreibt der Weiſe Mann Syrach in ſeinem Buch
am 27. Capitel. Ein Kauffman kan ſich ſchwerlich huten
fur vnrecht / vnd ein Kremer fur ſuͤnden / denn vmb guts willen thun viel vnrecht / vnd die reich werden wollen / wen-
den die augen ab. Wie ein Nagcl in der Mauren zwiſchen
ʒweyen ſteinen ſieckt / alſo ſleckt auch ſuͤnd zwiſchen Keuffer vnd Verkeuffer. Helt er ſich nicht in der furcht des Herrn/ ſo wird ſein Haus bald zerſthret werden. Inwelchen worten er giht ʒuerkennen / daß es ʒwar ein gefebrircher ſiand ſey ⸗ weil allerley fund vind vigechrizteſt gimir vnter zu lauffen / doch ſey es ein ſolth ſtanð / bas beh einer


