ren vnnd gewwinnen Nemen alſo Goit nicht zu⸗ nath / das ſie ſagten: Wils Gott/ wenn es Gottes Will iſt ⸗ wenn wir das leben haben / ſo wollen wir dahin zichen / vnſer handel treiben / vnd mit verleihung des ſegen Gottes / vnſere Nahrung fortſetzen. Wie er hernacher ſpricht/ vnnd jhnen weifet / wie ſie jhre rede corri giren vnd ſagen ſollen / So der Herr wil / vnd ſo wir leben/ wollen wir dis oder jenes thun Solche jetzt beruͤrte vermeſ⸗ ſenheit / ſirafft S. Jacob billich an den Handelsleuten / vnd demet jnen ferner an / was fur ein vngewiſſes ding es ſey/ vmb aller menſchin leben / in derer betrachtung man nicht ſo frech ⸗ ſo tollkůn / vnd hochmutig ſein ſol / dis oder jenes eigenes ge⸗ fallens/ ohn den raht vnd den willen Goites / vorzunehmen. Was iſt ewer leben / wricht er / ein dampff iſi es /
der eine kleine zeit wehret darnach aber ver⸗ ſchwindet er · Wir wiſſen wiets ſich nut einem dampff verheit / der gehet erſilch auff / vnd ſcheinet ja etwas ſein /a⸗
ber kurtz vnd bald wird er entweder durch die Sonnen ver⸗ zehret / oder durch den Wind verwehet / oder vergehet fuͤr ſich ſelbs vnd verſchwindet in die dunne lufft / das ſener keine ſpuͤr mehr ʒuuermercken ·
Alſo (wil er ſprechen) iſt es mit ewren leben auch be⸗ ſchaffen / heut ſeid jhr geſund / vnd machet ewer anſchleg / was jhr in kuͤnfftigen ʒeiten thun vnd ausrichten wolt / vnd wiſſet doch nicht / was morgen ſein wird / ob jhr das leben ſo lang haben werdet oder nicht ⸗ zugeſchweigen / vb yr das erlangen werdet / darnach jhr ſirebet / vnd zu erlangen verhoffet / da cuch ewer hoffnung fehlen / vnd alle anſchleg auff emmahl in brunnen fallenkonnen · Darumb ſolt jhr es nicht vff ewrẽ fur⸗ ſat / deſſen ausgang zumal gant vngewis iſt/ſondern auff den gnedigen willen Gottes ſezen ohne welchen nichts rechts o⸗
der nůtzlichs kan oder mag angefangen / gemittelt vnd geendet werden Iſ allo dis die kurts aulegung des Keyls · 4 c


