lernen moͤgen / wie wir vns nicht allein in ſelche exempel ſchicken / ſondern auch bey lebenszeit / die beruffs arbeit glůͤck⸗ lich anſiellen / vnd vns Chriſtlich bereiten ſollen / damtt / wenn es Gott gefellet / wir von hinnen zu ſclheiden mogen geſchiekt vnd berettet ſein. Vnd dienet dieſer gegenwertige verleſene Text beydes zu einer ſolchen angeſtelten Chriſtlichen Leich⸗ predigt / ſo wol ſchickt er ſich auch auff die abgeſtorbene Perſon. Din allhier wird in den worten S. Jacobi gedacht / der Handelsleut oder Kauffleut / Es wird gedacht jhrer hand⸗ thierung / auch des vorhabens in dieſe odet jene gewerbſtadt zu ʒichen / allda zu handihieren· Nicht weniger wird auch gedacht in verleſenen worten / wie gantz vngewis vnſer leben hie auff erden ſey / vnd wir nicht wiſſen mogen / wenn wir heut etwas fuͤrnemen / ob wir auch den morgenden tag er⸗ reichen / vnd vnſer vorhaben ins werck richten moͤgen.
Weil dann dieſer Weꝝt in ſeinen vmbſtenden zu gegen⸗ wertiger handlung ſich artlich fůget vnd reimet / ſo wollen wir denſelben in Chriſtlicher einfalt erkleren / vnd erſtlich die mei⸗ nung des Heiligen Geiſies im text vernehmen / Darnach dſe erinnerung daraus ziehen / die vns im leben vnd ſterben nůtz⸗ lich ſein kan. Gott der Almechtige wolle vns hierzu ſein. Göttliche gnad / krafft vnnd werheit reichlich verleihen / 2M. EN.
Erklerung des Tets. N S handelt S Jacobus in dirſer Epiſtel
5 vornemblich von einem gottſeligen wandel auff er⸗ * den / intormirt vnd vnterweiſet die Chriſten in vn⸗ terſchiedlichen Staͤnden Jet redet er in gemein alle Chriſten an / bald die armen / nachmals die reichen In gegenwertigen wortẽ hat er es zu thun mit den · Jandelsleuten / die da tauffen vnd verkauffen / gleichwol aber alſo / das er die
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