Chriſiliche Leichpredigt. ſteiff vund feſt beſtehen / vnnd laſſen ſich weder gunſt noch feindſchafft daruon abſchrecken. Sehen auff jhren lieben Sott / darmit ſie den zum Preund behalten. Bben die Chriſtliche Piebgegen jhrem Mechſten / bund troſten ſich in jhrem Bertzen / daßs ſie eben auff der rechten Straſſe ond Bahn zum ewigen Eeben faͤhrend wandeln / Paut Pſal. 15. SSrr / wer wird wohnen in deiner Puͤtten: Wer wird bleiben auff deinem heiligen Berge Wer on wandel einher gehet / vnnd redet die warheit von hertzen. Wer mit ſeiner Zungen nicht verleumbdet / vnnd ſeinem Vechſten kein arges thut/ vund ſeinen Vechſten nicht ſchmehet. Wer die Sottloſen nichts achtet/ Sondern eh⸗ ret die Sottsfurchtigen. Wer ſeinem Vechſten ſchweret / bnnd helts. Wer ſein Seld nicht auff Wucher gibt / vnnd nimpt nicht Seſchencke bber den Vnſchul digen. Wer das thut / der wird wol bleiben. Pſal. 119. redet Dauid auch von ſolchen auffrichtigen Peuten / da er alſo fraget: Wie wird ein Juͤngling ſeinen weg bnſtrefflich gehen? wenn er ſich helt nach deinen worten.
Doctrinalia. I. Warnach ein Chriſt bornemli⸗ chen trachten vnd ſtreben ſol / wenn er jhm einen ewigen Namen wil machen? Vemblich / Daſoer gerecht / hei⸗ lig vnd auffrichtig wandele / vnnd in ſeinem glauben bn⸗ anſtoſlich erfunden werde. Billich lobet vnd commen⸗ diret man die jenigẽ /ſo aus bhraltem Adelichem Stamm vnnd eblut / vnnd haben dar zu ein Adelich Sertʒ bnnd
Gemuͤt. Billich


