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Christliche Leichpredigt. Bey der Begrebnüs des weyland Edelen, Gestrengen vnd Ehrnvehsten Adam Hacken auff Obertaw, etc. : Welcher den 17. Aprilis dieses 1597. Jahrs seliglichen in Christo entschlaffen, vnd hernach Donnerstags den 21. tag Aprilis, in gegenwart vnd beysein vieler Christlicher vnd Adelicher Personen, Christlich vnd ehrlich, in der Pfarkirchen zu Pegaw, in sein Ruhekämmerlein ist gelegt worden / Gethan durch M. Iohannem Feilern Sultzbachensem, Diaconum der Kirchen Gottes zu Pegaw, etc.
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ſeinem 31. Pſalm alſo: Sortes meæ in manibus Domi ni, Das iſt / Meine ʒeit ſtehet in deinen Haͤnden. Mit die⸗ ſen worten ʒeuget vnd lehret Dauid / wfe das gantze Leben der Menſchen nicht auff dem blinden glůͤck oder vngluͤck beruhe/ Sondern allein von GOtt hertuͤhre / von G Olt moderiret vnd endlichen geſchloſſen werde. Die weiſen vnnd vernuͤnfftigen Heyden haben zwar ein ſehr feines ge⸗ dicht gebabt / iun dem ſie den Lauff Menſchliches Lebens den dreyen Parcis zugeſchrieben vnd vorgeben / Es gehe mit dem Leben der Renſchen zu / wie mit einem faden / darzu die drey Parcæ jhre Haͤnde gebrauchen: Eine die halt den Ro⸗ cken vnd ſpinne an / die andere ſpinne fort/ die dritte reiſſe ihn plotzlich ab / nach dem wolbekandten Verßlein:

Crlo colum lainlat, Tachſi tralit, Aurpon dccat.

Aber wenn wir ſolchem gedicht gleich genaw vnd eben nachdencken/ ſo iſt vnd bleibet es ein gedicht / ohn einigen lebendigen Troſt. Dargegen / wenn wit Dauids wort in der furcht de⸗ HErrn erwegen / ſo befinden wir / wie ſie voll ſchoͤner Lehren / voll herrliches Troßtes / vnnd weiſen vns gleich mit Fingern / wie Gott das Fac totum, Heber vnd Leger dieſes Lebens ſey vnd bleibe.

Denn ſo wir die Augen vnſerer Hertzen zu dem vr⸗ ſprung vnnd anfang vnſers Lebens wenden / ſo muͤſſen wir trawn ſampt allen Euæ Kindern das Jobs Licdlein / Cap. 10. mit vnſerm Ja bekrefftigen vnd ſagen: Deine Hand hat mich gearbeitet / vnd gemacht alles was ich vmb vnnd vmb bin. Eben das beweret die Kirch Gottes / Eſaie 64. Etr / du biſt vnſer Vater/ wir ſind Thon / Du biſt vnſer Vopffer / vnd wir ſind alle deiner Haͤnde werck. Pſal. 22. Du haſt mich aus meiner Mutter Leibe gezogen/ Du wa⸗ reſt meine zuuerſicht / da ich noch an meinet Mutter Bru⸗ ſten war. Betrach⸗