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Eine Christliche Leichpredigt, Bey der traurigen Gräfflichen Begräbniß, Des Wolgebornen vnd Edlen Herren, Herren Wilhelms, der Vier Graffen des Reichs, Graffen zu Schwartzburg vnd Hohnstein, Herrn zu Arnstadt, Sondershausen, Leuttenberg, Lohra vnd Clettenberg, Christmilder vnd seliger Gedächtnis : Welcher den 30. Septemb. Anno 98. zwischen 12. vnd 1. Vhr in der Nacht, auffm Straußberge im Herren friedlich vnd selig entschlaffen, vnd den 6. Nouemb. in der vnter new erbawten Pfarrkirchen zu Franckenhausen Christlich vnd solenniter zur Erden bestattet worden : Aus dem 77. Psalm, Jn öffentlicher trauriger versamlung gehalten / Durch Erasmum Rhotmalerum Ilfeldensem, Mitdienern am Wort Gottes daselbst
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Leichpredige. 29 nn¶ zu zohen Beiſtlichen Digniteten vnd Biſchofflichen Emptern/ ſpihm furgeſchlagen worden / fonmen kůnnun / wenn jhn die Religion nicht ʒurůck gehalten.

Ven dannen ſind S. G. in Dennenmarc/ auß Dennenmarck in Vngern verreiſet/ vnd ſich wider den Erbleindt Ehriſtliches ah⸗ me n iallen: Ii wdche Kricgen S. G. ncht ein bloſſe Soldat gewrſen / ſondern auch Befehl gehabt / vnd zu Kriegesdmptern gebruchtworden / wie denn S. G. die Kriegshändel wol verſtanden.

Rach dem uun S. G. ſolch Kriegesweſen nach Notturffver⸗ ſicht gehabt / Haben ſich dirſtlbnan den Keyſerlichen Voff gewendet⸗ ʒa denn S. G. nicht allein eiliche Jahr Reyſerlicher Majeſtet gedie⸗ net / ſondern anch von derſelben lieb vnd werth gehalten worden.

1Ats nun S. B. ſich dergrſtalt hin ond wieder vmbgeſchen / in Jahren kommnvnd vber dreiſeig Jahr alt worden / haben ſie jhr er⸗ ĩes Gemahl / Wenand die Wolgeberne vnd edle Fraw/ Fraw Eſiſa⸗ dech / aeborne Schlckin / Grãffin vnd Zraw zu Paſſaun vnd Weißkr⸗ chen/ſeliger qrdãchtnuß / n Schlackenwerda gefrehet/ Anno 6. da S. G. auch Beylager chaltett.

Nach welchemn ſeine Gnabe ſich ju Land vnð Lenten begeben / vnd an dieſern Ort beneben ſeiner Gnaden erſten Gemahlin/nunmcher in Chriſto vnhende/ ſemn⁊ e

Wre ſich un S. G in derſelhen/ benchen dero Chriſtlichen Gemahlin / erzeiget vnd verhalten / das iſt dieſes Orts menuglich wiſ⸗ ſend / Soll aber auch kůrtlich etwas davon geineldet werden.

Eerſtlich haben S. G. ſich mir derſetben Gemahlin jederzeit Chriſtlich vnd G vfuͤrchtig verhalten / die Predigten / ſowol in der Wochen / ls auff die eſt vnd Sontage/ucben den Hochwirdigen Sa⸗ eramenten fleiſsig beſucht / vnd nicht gerne verſeumer / wie jederman tieſes Orts bewuſt / Ja es můſſen die Waͤnde vnd Steine in den Kir⸗ chen / die viel nachlaſsiger Zuhorer / an jenem Tage jhres aroſſen Vn⸗ fleiſſes halben / anklagen werden/bezengen / daß S. G. allyeit Primus in choron ult mus in foro der erſt n der Kurchen / vno der leht wider her⸗ aus geweſen / denu ſich S⸗ G. gemeininlich / ce man außgeleltet / dar⸗ eun verfget / vnd vor dem Segen vnd Verrichtung des Gebets nie vwer herauß begeben / ſondern es biß zu ende vnverdroſſen abgewartet⸗ D iij vn