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Eine Christliche Leichpredigt, Bey der traurigen Gräfflichen Begräbniß, Des Wolgebornen vnd Edlen Herren, Herren Wilhelms, der Vier Graffen des Reichs, Graffen zu Schwartzburg vnd Hohnstein, Herrn zu Arnstadt, Sondershausen, Leuttenberg, Lohra vnd Clettenberg, Christmilder vnd seliger Gedächtnis : Welcher den 30. Septemb. Anno 98. zwischen 12. vnd 1. Vhr in der Nacht, auffm Straußberge im Herren friedlich vnd selig entschlaffen, vnd den 6. Nouemb. in der vnter new erbawten Pfarrkirchen zu Franckenhausen Christlich vnd solenniter zur Erden bestattet worden : Aus dem 77. Psalm, Jn öffentlicher trauriger versamlung gehalten / Durch Erasmum Rhotmalerum Ilfeldensem, Mitdienern am Wort Gottes daselbst
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Leichpredigt. wie wir in den Stucken Eſther leſen. Er kan ober als ein ſtarcker/ Allmaͤchtiger Gott/nicht allein alles / ſo vns beſchweret vnd betruͤbet / endern: Sondern kau es auch den ſeinen / wie boͤß es jmmer ſcheinet / zum beſten wenden / wie der Heilige Paulus ſagt Rem.g. Denen / die Gott lieben / muͤſſen alle ding zum beſten dienen / auch fterben muß jhr Gewinn ſein / weil Chriſtus jhr Leben iſt.

Des troͤſtet ſich nun Dauid hie in ſeinem ſchweren Leiden vnd Verfolgung / in dem er ſagt: Ich muß das leiden / die Rechte Hand des Hoͤheſten kan alles endern / als wolt er ſagen: Ob ich wol viel Vnglůck erfahren / vnd viel leiden mus / ſo weiß vnd glenb ich doch / daß die Rechte Hand des Hoͤchſten alles endern / vnd meine noth vnd anliegen / wie groß vnd ſchwer es auch iſt / mir zum beſten wenden tan Ich muß das leiden / die Rechte Hand des Hochſten kan alles endern Iſt dem gleich / daß er ſagt Pſalm e. Goit legt vns eine Laſt auff / aber er hilfft vns auch. Item / Pfalm. 34. Det Gerechte muß viel leiden /aber der Hæ R di hilfft jhm auß dem allem. Das iſt Danuids Troſt geweſen in ſeinem Elend. Eben die⸗ ſes iſt anch vnſers gnedigen Herren / ſeligen / Troſt in Leiden vnd Truͤb⸗ ſal geweſen / daß der Hod auß allem Leiden vnd Vnfal helffen / vnd alles ſo vns betrůbt vnd plagr/endern vnd heiffen kan. Denn ſo offt jhn Leiden vberfallen / hat er dieſe Wort Dauids / als ſein mbolum ergrif⸗

fen / vnd mit Gedult vnd rechtem vertrawen geſagt: Nun wolan / laß es hergehen / Ich gleub vnd weiß / die Rechte Hand des Hochſten kan alles endern / es wird einmal anders werden / c. In ſolchem Glauben vnd Doffnung haben S. G alles mit Gedult geiragen vnd vberwunden.

Ach wer in Widerwertigkeit / wenn Creut vnd Trůbſal angehet ⸗ Sott zutrawen kan / daß ſeine Rechte Hand alles endern konue / der ſte⸗ het in des Hetligen Geiſies Lob / vnd iſt ein geſegneter vnd ſeliger Menſch. Geſegnet iſt der Mann / richt Jerem.N. der ſich auff

den HRM verleßt / vnd der xRR ſeine Zuuerſicht iſt.

Einem ſolchen Mann iſt ſchon aeholffen / ob jhm ſchon das Vnglůck

noch auff dem Halſe ligt / dauvn ſingen wir:

Wet hofft in Gott/ vnd dem vertrawt⸗ Des wiid nimmer zu ſchandon / Denn

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Kot. 3

Pſalm. 6g. pſalm. 34.

AeeoMmoda⸗ tio ad Comz efunetum⸗

leren 1.