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Leichpredigt. wie wir in den Stucken Eſther leſen. Er kan ober als ein ſtarcker/ Allmaͤchtiger Gott/nicht allein alles / ſo vns beſchweret vnd betruͤbet / endern: Sondern kau es auch den ſeinen / wie boͤß es jmmer ſcheinet / zum beſten wenden / wie der Heilige Paulus ſagt Rem.g. Denen / die Gott lieben / muͤſſen alle ding zum beſten dienen / auch fterben muß jhr Gewinn ſein / weil Chriſtus jhr Leben iſt.
Des troͤſtet ſich nun Dauid hie in ſeinem ſchweren Leiden vnd Verfolgung / in dem er ſagt: Ich muß das leiden / die Rechte Hand des Hoͤheſten kan alles endern / als wolt er ſagen: Ob ich wol viel Vnglůck erfahren / vnd viel leiden mus / ſo weiß vnd glenb ich doch / daß die Rechte Hand des Hoͤchſten alles endern / vnd meine noth vnd anliegen / wie groß vnd ſchwer es auch iſt / mir zum beſten wenden tan Ich muß das leiden / die Rechte Hand des Hochſten kan alles endern Iſt dem gleich / daß er ſagt Pſalm e. Goit legt vns eine Laſt auff / aber er hilfft vns auch. Item / Pfalm. 34. Det Gerechte muß viel leiden /aber der Hæ R di hilfft jhm auß dem allem. Das iſt Danuids Troſt geweſen in ſeinem Elend. Eben die⸗ ſes iſt anch vnſers gnedigen Herren / ſeligen / Troſt in Leiden vnd Truͤb⸗ ſal geweſen / daß der Hod auß allem Leiden vnd Vnfal helffen / vnd alles ſo vns betrůbt vnd plagr/endern vnd heiffen kan. Denn ſo offt jhn Leiden vberfallen / hat er dieſe Wort Dauids / als ſein mbolum ergrif⸗
fen / vnd mit Gedult vnd rechtem vertrawen geſagt: Nun wolan / laß es hergehen / Ich gleub vnd weiß / die Rechte Hand des Hochſten kan alles endern / es wird einmal anders werden / c. In ſolchem Glauben vnd Doffnung haben S. G alles mit Gedult geiragen vnd vberwunden.
Ach wer in Widerwertigkeit / wenn Creut vnd Trůbſal angehet ⸗ Sott zutrawen kan / daß ſeine Rechte Hand alles endern konue / der ſte⸗ het in des Hetligen Geiſies Lob / vnd iſt ein geſegneter vnd ſeliger Menſch. Geſegnet iſt der Mann / richt Jerem.N. der ſich auff
den HRM verleßt / vnd der xRR ſeine Zuuerſicht iſt.
Einem ſolchen Mann iſt ſchon aeholffen / ob jhm ſchon das Vnglůck
noch auff dem Halſe ligt / dauvn ſingen wir:
Wet hofft in Gott/ vnd dem vertrawt⸗ Des wiid nimmer zu ſchandon / Denn
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Kot. 3
Pſalm. 6g. pſalm. 34.
AeeoMmoda⸗ tio ad Comz efunetum⸗
leren 1.


