Lachyredigt. . dem kande gejazt / vnd ſeinem Dauſe die gröſte ſchande vnd vnchr zugt⸗ togen hat. Wenn Chriſten von offentlichen feinden / falſchen Ketzern vñ Gottloſen Tyrannen angefeindet vnd verfolget werden / das koͤnnen ſie etlicher maſſen noch ſie von denſelben anders nichts / denn haß / nein / femdchafft vnd verfolgung zugewarten haben / wenn ſi aber auch von frennden vnd bekannten gehaſſet / geneidet vnd verfolget werden / welche ſie bilich leben ſolten / das ſchmeriet vnd ꝛreibet ſie zu klagen vnd ſeufnen. Selchs iſt nun dem frommen Daud ald beʒegnet / drumb ſyricht er hier: Ich muß das leiden/ daß mich/ nemlich / ncht allein die blutgirigen vnd frembden / ondern anch mein eigen Kinder vnd verwandten haſſen / netben vnd verfolgen. Wie er dan
pſuꝛ auch hicrůber llagt vnd ſag Meine Feind ſeben vnd ſind Pſal. 33⸗
en ichtig die mich vnbillich ha ſſen ſind groß vnd die mir ar⸗
gs fhun vn qutes ſetzen ſich wider mich. Vnd im q Pſalm Pſal. 41⸗
knjer deralehen Meine Feinde reden arges widet mich / vñ dencken bojes wide mich2.
Vber ſolche Feindſchaft / v jhm von andern / vnd ſeinen eigenen Kyidern vnd Freunden beaeguet, hat er auch ſonſten viel vnd man⸗ cheriey Leiden in dieſer Welt / an ſeinem eigenen Leibe / dann auch / we⸗ gen anderm Vnglůck/ ſo jhm vnd den ſeinen begegnet/ offtmals erfah⸗
ren mũſſen / wie er darůber klagt in anaczogenem 1. Pfalm. Es hat pſil. 41. mich vinbgeben Leꝛden ohn zahl Vnd Pſal. z· Ich bin zu lei⸗ ſal. z.
den gemacht / vnd mein Schmertz iſt jmmer fuͤr mir. Hierzu iſt nun auch konmen paßio interior dann Danuid auch
ſein jnnerliches Leiden vnd Anfechtung gchabt / wegen der Suͤnde nterior Daui⸗ vnd des Zorns Gottes / denn er hat můſſen fühlen vnd leiden / daß dis paßio.
ihen der veuffel dieſe Gedancken ins Hertz geraumet: Sihe / du biſt um Roͤnge in Irael geſalbet / vnd Gott hat dich doch laſſen zehen Jhar un Elend herumꝰ ziehen / vnd vom Saul grewlich verfolget wer⸗ den: Da du kaum anaefangen dein Koͤntgreich zu beſitzen / wirſt du ron deinem ciaenen Sohn widerumb darauß vertrieben / das ſihet GOd / vnd leſts geſchehen / du ſchreyeſt vnd ruffeſt Tag vnd Nache zu ihmn / Er aber wendet ſein Anaeſicht von dir / vnd haͤret dich nicht. Derwegen iſt gewiß / daß G O ⁊ ⁊ mit dir ʒůrne / vnd .
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