Leichpredigt. 5 temſich ilite behan nilitiam re den 16. Oetob außm Strauß⸗ terge/vbir dieſer Sroͤfflichen Leich auff Beſchlich iſt erklärtt worden/ Als wollen wir jel / Sott dem Almächtigen zu Ehren / dieſem vnſerin lieben verſtorbenen Landes Herren jum Gedechtuis/vns aber zu Lchr vnd Zroſt / das auß dem Alten ⁊eſtament/ ſo verleſen / auch durch Goͤtt⸗ tucher Gnaden verleyhung handeln vnd mit einander beſchen / das helt vns nim fůr jwey Stůck: 1. Grauem querelam, Eine ernſte Klage des Konigli Propeſitis⸗ 1I. Solidam conſolationemEin krůfftigen roſt / damit erſich in ſemem Bckůͤmmernis widerumb geſterekt vnd auffgerichtet⸗ Wollen demnach dieſe Stůͤck vor vns nemen / ond fürs erſt« s⸗ hẽren / warůber der König Daum in verleſenen Werten flagt. VPnd dann furs ander / womit er ſich in ſeinem Truͤbſal wider⸗ Rk umb getroͤſtet vnd auffgerichtet habe. Nach welchem wir furs dritte anch etwas von dieſes vnſers lie⸗ 3* ben Graffen vnd Herrn Antunfft / Leben vnd Abſterben melden wollen. Gott der Himmliſche Vater verleche beyderſeits ſeine Gnade vnd Geiſt / ſolches formlich zu handeln vnd fruchtbarlich amuhoͤren / vmb ſeines lieben Sohns Chriſti willen /gelebt in Ewigkeit / Amen.
Zum Erſien. AS nun anbelangt vnſern vorgenommenen „. Leichtext / laut derſelbige alſo: Ich ſprach / Ich muß das leiden / die Rechte Hand des Höheſten kan alles S Dieſe Wort ſind genommen aus dem Pſalm /welchen Pſalm pſalm. 7y⸗ Dauid dem Aſſayh vnd Jeduthun ſeinen vnd ſn meiſtern / emen vmb den andern zu ſingen befohlen vnd gegeben hat/ verb« Textus vnd halten vns furs erſte für. continent in ſo I. Grauem querelam Eine ernfte Klage bes lieben Dauits. Waruͤber klagt derſelbe alhie⸗ Vber Leiden / denn ſo lanten ſeine wort: Crauẽ querels Ich ſprach / Ich muß das leiden. Zwey ding ſind /ſo die Fromen vnd Gotffurchtigen zu klagen Duo mouent
bewegen. — 15 eniiu


