ſo viel můglich nach anweiſung des Teyts / dahin gerich⸗ zet /daß die vnuerſtaͤndigen durch huͤlff vnd beyſtand Got⸗ tes dadurch moͤchtengelehrt / die ſichern erſchreckt / vnd die betruͤbten vnd traurigen getroͤſtet vnd auffgerichtet wer⸗ den / vnd ſonderlich / daß der Zuſtand des Wolgebornen /. meines lieben verſtorbenen Gnedigen Herren ſeligen / ſo viel ich mich deſſen bey denen / ſo S. G. gelegenheit wiſſen / mit fleiß habe erkuͤndigen moͤgen / darneben beyleufftig / vnd denn auch in einer trewen ſonderlichen Recitation/beyde was S. G. Leben vnd Wandel / vnd denn auch derſelhen fe⸗ ligen Abſchied auß dieſer Welt / anbelangt / dadurch moͤchte klar gemacht werden / damit nicht allein die Zuhorer vnd Vnterthanen / durch ſolchen ſeinen Chriſtlichen vnd Gott⸗ ſeligen Wandel dieſes jhres lieben verſtorbenen Landes Vatern / wenn ſie dauon Bericht empfiengen / moͤchten ge⸗ beſſert / vnd zu gleicher Gottſeligkeit vnd Tugend / durch ſolch loͤblich Exempel dieſes jhres Oberherrn gereitzt wer⸗ den /weil es heiſt wie Claudianus ſagt: on ſic inflectere ſenſus Humanos edicta valent, ut vita regentum. Das iſt:
Wenn ein Regent vnſtraͤfflich lebt /
Nach Gottes Furcht vnd Tugend ſtrebt/
Das bewegt die Vnterthanen mehr/
Denn tauſent Gebot / Statut vnd Achr.
Sondern auch E. E. G. G. wenn ſie leſen / was die⸗ ſer jhr vielgeliebter Herr Bruder vnd Better fur ein ſchoͤ⸗ nes /friedſeliges vndgewuͤntſchtes Ende( wie ich geringer mir raͤglich ein ſolch ſeliges Ende hertzlich wuͤntſche) ge⸗ nommen / dieſelben ſich troſtlich zu erinnern / vnd dieſe ge⸗ wiſſe. Hoffnung darauß zu ſchopffen / dieſer J. G.geliebter Hert Bruder vnd Vetter ſey vngezweiffelt durch den zeie⸗ lichen Todr zu der rechten Himmliſchen Ritterſchafft vnd Semeinſchafft aller Heinigen Engel vnd
ottes


