Druckschrift 
Zwo Leychpredigten: Vber den Fürstlichen Leychen, weiland der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Elisabeth, Hertzogin zu Sachsen, Landgräuin in Dühringen, vnd Marggräuin zu Meissen, geborner Gräuin zu Manßfeldt, [et]c. : Vnd des jungen Herrleins, Hertzog Johann Friedrichen zu Sachsen, [et]c. beider löb: vnd Christlichen Gedechtnus
Entstehung
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conſolatio reſurrectio⸗ ne noſtra & vita æterna.

reden kunte / ſo fahen jr F.g. wider an / hochgedachtẽ

jren hertzallerliebſten Herrn zu troͤſten / vnd ſagten: E. L. ſollen ſich hieruͤber nicht zu ſehr betruͤben / Es ſollen E. L. nicht traivren / wie die Heiden trawren / die keine Aufferſtehung gleuben / ſondern ſollen ſich deſſen troͤſten / das wir im ewigen leben wider zuſam⸗ men komen werden / Dennich weis / das mein Erloͤ⸗ ſer lebet / der mich wider aus der Erden aufferwe⸗ cken / vnd mir ſampt allen Gleubigen das ewige le⸗ ben geben wird. Ja es haben jhr F. g. mit ſolchen hertzbrechenden worten von jrem hertzlieben Herrn den Abſchied genommen / das es einen Stein in der Erden hette erbarmen moͤgen / Wie denn auch kein Menſch vnter den vmbſtehenden / fur hertzlichem weinen einiges wort hierauff hat antworten koͤn⸗ nen. Derwegen als jhr F. g ſolches geſehen / haben ſie abermal angefangen / jhren hertzlieben Herrn zu troͤſten / vnd geſagt: Wolan hertzlieber Schatz / E. L. wollen ſich doch zu gar ſehr nicht betruͤben / es kan Gott noch helffen / ſein Hand iſt vnuerkuͤrtzet / ſein Hand zu helffen hat kein ʒiel / wie gros auch ſey der ſchade: Iſt es aber je alſo Gottes wille / das wir von⸗ einander ſollen / Ey ſo muͤſſen wir es dem lieben Gott heimſtellen / deſſelbigen willen muͤſſen wir vns de⸗ muͤtig ergeben / Denn darumb beten wir alle tage im Vatter vnſer: Herr / dein wille geſchehe.

Endli⸗