Druckschrift 
Zwo Leychpredigten: Vber den Fürstlichen Leychen, weiland der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Elisabeth, Hertzogin zu Sachsen, Landgräuin in Dühringen, vnd Marggräuin zu Meissen, geborner Gräuin zu Manßfeldt, [et]c. : Vnd des jungen Herrleins, Hertzog Johann Friedrichen zu Sachsen, [et]c. beider löb: vnd Christlichen Gedechtnus
Entstehung
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dult gemurret / ſondern ſich aus Gottes wort ſelbſt getroſiet / vnd mit dem lieben Job geſagt / Der Herr hats gegeben / der Herr hats genomen /der Name des Herrn ſey gelobet vnd gebenedeyet / Ob ſie gleich hie in dieſer welt ſolchs jr ebes Herrlein nicht wider zu ſehen bekeme / ſo wuſte ſie doch gewies / das ſie es im ewigen leben wurde wider ſehen / Wie denn jhr F. g. ſolchs alles ſelbſt zu mir geredt haben. Aus welchen allen warhafftig zu ſehen iſt / das ſie nicht ein heuch⸗ liſchen / nicht ein Heidniſchen / ſondern ein waren ſe⸗ ligmachenden Glauben gehabt.

Zum Andern / So ſind jhr §. g. auch gezieret enin. geweſen / mit der rechten waren Liebe / gegen Gott oreulen ond dem Nechſten. Die liebe gegen Gott haben jhr onð. F. g. damit beweiſet/ das ſie teglich den frommen woeati vnd getrewen Gott fleiſsig angeruffen / jhm fur die vei ꝙʒiuuu. Leiböfrucht von hertzen gedancket / vnd alſo ſich vnd jren hertzlieben Herrn / durch das liebe Gebet trew⸗

lich dem allmechtigen Gott befohlen. Denn es haben jhr F. g. nicht allein alle morgen vnd abend / ſchoͤne herrliche Gebetlein / ſo ſie ſelbſt aus Gottes wort mit groſſem fleiß zuſamen gezogen vnd gemacht / gethan / darinn ſie denn Gott fur alle geiſtliche vnd leibliche wolthaten gedan cket / ſondern

haben ſolches auch in allen Kirchen dieſer oͤrter au⸗ ordnen