Druckschrift 
Zwo Leychpredigten: Vber den Fürstlichen Leychen, weiland der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Elisabeth, Hertzogin zu Sachsen, Landgräuin in Dühringen, vnd Marggräuin zu Meissen, geborner Gräuin zu Manßfeldt, [et]c. : Vnd des jungen Herrleins, Hertzog Johann Friedrichen zu Sachsen, [et]c. beider löb: vnd Christlichen Gedechtnus
Entstehung
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Dieweil denn nu Gott der Herr ſo eine hertzliche ccuſts. vaterliche vorſorg tregt fur die ſchwangern Weiber / ſo ſollen ſie ſich deſſen von hertzen troͤſten frewen / vnd an jhrer ſeligkeit / wenn ſie bleiben im Glauben / . durchaus nichts zweiffeln. Vnd ob ſie gleich vber der geburt hart arbeiten / groſſe angß vnd ſchmertzen ausſtehen muͤſſen / doch vmb gemeltes troſis willen jre Seelen mit gedult faſſen / vnd an Gottes gnediger huͤlffe nicht verzagen / Ja wenn es Gott gleich alſo geſchehen lieſſe / das ſie / als Chriſtliche Kaͤmpfferin / jren Geiſt druͤber auffgeben muͤſten / das ſie es ſeinem Goͤttlichen willen / der der beſte / befehien vnd walten laſſen / vnd wiſſen / das ſie jhme ohne das einen todt ſchuldig ſeyen / Denn es mus denen / die Gott lieben / alles zum beſien gedeyen / Rom. s. Leben ſie / ſo leben 4 ſie dem Herrn / Sterben ſie / ſo ſterben ſie dem Herrn / Rom. 4. Nichts wird noch ſol ſie ſcheiden / von der liebe / die da iſi in Chriſio Jeſu. Allhie mocht aber einer einwenden vnd ſagen: ou. wie koͤmpts denn / das im Geſetz Woiſi im Bab⸗ 4 ſium̃ die Kindbetterin fur vnrein ſind gehalten wor⸗ den? Antwort: Im Babſtumb hat man furgeben / Reß. do⸗ es ſeyen die Sechswoͤchnerin vnrein / nicht allein fur n. den Menſchen / ſondern auch fur Gott / vnd ſeyen de⸗. renthalben in der gewalt des Teuffels / Darumb ſie denn Wachsliechter / reuchwergk / vnd andere phan⸗ B iij thaſeyen