Druckschrift 
Christliche Leichpredigt, Bey dem Begräbnuß weiland deß Gestrengen, Edlen vnd Ehrnvesten, Melchior von Langenstein, genandt Guntzenrodts, Fürstlichen Würtzburgischen gewesenen Amptman zu Murstatt, vnd Burgkman zu Schrecksbach, [et]c. : Welcher im Herrn seliglichen entschlaffen Montags früe vmb 2. vhr, den 20. Martii jeztlauffenden 1592. Jahrs, vnd folgenden Donnerstag, welcher war der 24. iusdem, in der Krichen zu Schrecksbach ehrlich vnd Christlich zur Erden bestattet worden / Gehalten Durch Joannem Milnerum, Diener am Wort Gottes vnd Pfarrherrn daselbst, [Valentinus Schonerus, Rodolphus Goclenius, Hieron. Treutlerus]
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Gen. 7. Gen.19. 2. Reg.2. Eſa. 39.

Pſal. 91.

1. Cor. 10. 2. Pet.2.

Jerem. 39.

Pſalm..

Geneſi. Exod. 3ꝛ.

18 Chriſtliche Leichpredigt. ſ nimpt / vnd jhn in die ſicherheyt bringt / daß er nimmermeht uͤndige·

Zum andern / wil ſie Goit auch fur den ſtraffen verſichert ha⸗ ben / Wer viel ſuͤndiget / muß auch viel ſtraff leiden. Damit ſie / die gerechten / nun nicht wie groͤſſer vnd mehrer ſuͤnde / alſo auch mehrer ſtraffe wirdig / nimpt ſie G tt bey ʒeit / bevor wenn ein groß vngluͤck vorhanden / hinweg. Alſo hat er Noah / Lothen / die Juͤnger zu Jeru⸗ ſalem / wie er auch ſonderlich dem gottſeligen Koͤnig Joſia verhieß: Er wolle jn zu ſeinen Vaͤttern verſammlen / damit er nit ſche alle das vnglůck. Deßgleichen Hiskia / bey deß lebzeiten die Babyloniſche ge⸗ fencknuß auffgehalten. Moͤchte aber jemand ſagen / Kan denn Gott ſeine glaubigen ſonſt nit erhalten⸗ Antwort: Gott weyß die ſeinen wol zu erhalten / ob ſie gleich muiten in der gefahr ſind / gibt er jnen eingne⸗ diges außkommen / vnd ſchaffis alſo / daß ſie es ertragen konnen. Wie Eſa.ʒ. Prediget den gerechien / daß ſie es gut haben werden / denn ſie werden die frucht jhrer Haͤnde eſſen / das iſt / ſie ſollen mitten in dem

nglůck jrer gottſeligkeit augenſcheinlich genieſſen. Das ſehen wir an Ebedmelech / deßgleichen Daniel vnd ſeinen geſellen. Darumb auch Dauid ſpricht: Wenn ich in der angſt wandele / E R / ſo erqui⸗ ckeſtu mich.

Zum dritten hat Gott auch diß in willens / wenn er alſo die ge⸗ rechten wegrafft / nemlich / daß ſie jhm nit in das Schwerdt greiffen / vnd auffhalten / denn wenn Git gleich ſein Schwerdt gewetzt / vnd ſeinen Bogen geſpannet / vnd ʒiclet / daß er ſtraffen wil / halten ſie jhn auff durch jr glaubiges gebett. Wie zu erſehen an dem lieben Loth / zu dem ſprach der HERR: Eile / vnd errette dich ſelbſt / denn ich kan nichts thun / biß du hinein kommeſt. Deßgleichen ʒu Moſe Laß mich daß mein Zorn vber ſie ergrimme / vnd ſie auffreſſe. Im Prophelen

Ezech. tz. 22. Ezechiel ſchilt der Hx hefftig die Propheten / vnd andere / ſoſich

mit heylfamer Lehr / vnd glaubigem Gebett nit gemachl zur Hurten vnd Mauwer wider den Riß / daß er es nicht verderbte. Darauß wir nun ſehen / wie es Gott meyne / wenn die gerechten alſo vmb nemlit