Druckschrift 
Christliche Leichpredigt, Bey dem Begräbnuß weiland deß Gestrengen, Edlen vnd Ehrnvesten, Melchior von Langenstein, genandt Guntzenrodts, Fürstlichen Würtzburgischen gewesenen Amptman zu Murstatt, vnd Burgkman zu Schrecksbach, [et]c. : Welcher im Herrn seliglichen entschlaffen Montags früe vmb 2. vhr, den 20. Martii jeztlauffenden 1592. Jahrs, vnd folgenden Donnerstag, welcher war der 24. iusdem, in der Krichen zu Schrecksbach ehrlich vnd Christlich zur Erden bestattet worden / Gehalten Durch Joannem Milnerum, Diener am Wort Gottes vnd Pfarrherrn daselbst, [Valentinus Schonerus, Rodolphus Goclenius, Hieron. Treutlerus]
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Jere. 23.

Pſal.32.51. Roma.7.

Gale3. 1. Cor..

Rom. . . Cor. 6. Eph. 1. Phil.. Coloſſ..

Matth. 5. 7.

Gal..

1.Tim.1.

Ephe. 2

p ich pr edigt.

ſucrift / welchevren tuetnue 5 den Gin aubenan jhn / wel⸗ cher den Eht at baßerhehhte £ R R der vnſer gerechtig⸗ tiſt. De mnach ſind wi ch heilig /n nt eigener heulig gkeit / deñ jeder t in dieſem uben ſfün e an vns / at aucht den aller rhe iigſien / wiS. aul vnndalle heg n Dtt s daruͤber get lagthaen: ſondern heilige Leut werden genennet / die / ſt durch den glauben angezogen Jeſum Chriſtum den allerheiligſten. Wie S. Paulus bezeugt / So vutewerg,duba ben Jeſum Chriſtum angezoge welcher vns vom Vatte ſelbſt gemacht iſt ʒur Weißheit / zur Gerechtigkeit / zurheiligung vndʒur erlöſung. Wie dergleichen Spruch viel erfun⸗ den werden. Daher ſchreibet auch S Paut us den Roͤmern / Corin⸗ thern / G Epheſern / Philippern / Coloſt ſern / vnd andern / den nen / heiligen / den geheiligten in Chrſto Jeſu / dicweil ſie abgewa⸗ ſchen / geheilget / gerecht worden durch den Namen deß HERRR Jeſu / vnd durch den Geyſt vnſers Gottes. Dieweil aber viel ſich deß Gla aubens vñgerecht igkeitrhůmen / die doch keinen Glauben haben: So erklaͤret fich der Prophetferrner / was es fur gerecht eLeut ſind / Nemlich / die richtig fur ſich gewandelt habt / das iſt / die ſich der Got⸗ tesfurcht / vnnd gerechtigkeit auß glauben befliſſen. Denn der ware glaube wirdt geſpůret bey den guten Wercken / wie ein guter Baum 6 ſeinen fruͤchten / vnd iſt der Glaub thaͤtig durch die licbe. So redet demnach der Prophet von denen / ſodurch den glauben an Jeſum Ehrſtum gerecht / in einem ſtand der guten Wercke erfunden wer⸗ den / daß ſie nicht vnfruchtbar ſind / ſondern ein guie Ritterſchafft vben / den glauben vnd ein gut gewiſſen bewaren. Sintemal wir Baͤume der gerechtigkeit / Pflantzen deß HERM ſcyn / zum; prei⸗ ſe / vnd ſind G Ottes werck geſchaffen zu guten Wercken in C hriſio Sw zu welchen vno G Dit zuuor bereitet! hat / daß wir darinnen v Vas ſagt nun der Prophet von jnen? Der Gerechte kompt vmb. M ſinhſemzien wei daß der HERR Chri⸗ ſus den glaubigen verheiſſen hat das zwige leben / vnnd obſie ſterhen

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