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Christliche Leichenpredigt Vber dem Seligen Abschied, vnnd Begrebnis der Durchleuchtigen Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frawen Dorotheen Susannen, Gebornen Pfaltzgräuin bey Rhein, Hertzogin zu Sachssen, Landgräuin in Düringen, vnd Marggräuin zu Meyße[n] Weiland des auch Durchleuchtigen, Hochgebornen Fürsten vnd Herrn, Herrn Johann Wilhelms, Hertzogen zu Sachssen, Christlicher Gedechtnis, nachgelassenen Wittwen : Gehalten zu Salfeldt den 6. Aprilis Anno Domini MDXCII. / Durch M. Johann Fladung Pfarrherrn vnd Superintendenten daselbst
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F. G. Hoff vnd Stadtprediger hin weg gejaget / vnnd ſie des

Bleibe nur an ſeiner Rede / Johan. 8. bey ſeinem Wort / ruffe mit des Kindes Vater mit Threnen / ich glaube lieber HErꝛ hilff meinem Vnglauben / Marci 9. Bitte vnd bete / ſo wird er dir ſeinen heiligen Geiſt geben / Luce jj. wird dich wol bereiten / ſtercken / krefftigen / gruͤnden /). Pet. ÿ. Ergreiff nur den Schild des Glaubens / vnd das Schwert des Geiſtes / das Wort Got⸗ tes / ſo wird er auß ſeiner goͤttlichen Macht durch den Glauben dich zur Seligkeit bewahren / vnd was der Teuffel / die Welt / auch dein eigen Hertz vnd Gewiſſen / mit allen Pforten der hel⸗ len tobet vnd wůtet / halte du nur feſte an dieſem Grunde / koͤſt⸗ lichen vnd bewehrten eckſtein / Sage mit dem lieben Hiob / mit deiner lieben ſeligen Landes Mutter: Ach Ich Weiß Das

Mein Erloſer Lebet. das behaltet meine allerliebſten / vnnd wann jhr in Truͤbſal / Angſt vnd Noth / Todes. Hellenangſt gerathet / ſodencket daran / ich hab an dem Begrebnis meiner ſe⸗ ligen Landes Mutter gehoͤret wie Hiob / wie J. F. G. ſich in aller anfechtung getroͤſtet / Ich Weis Das MeinErloſer Lebet/ Nun ich weis es auch das mein Erloſer lebet.

Dieweil aber vnſere liebe ſelige Landes Mutter den Geiſt des Glaubens / den principalem ſpiritum vnd frewdigen Geiſt gehabt / alſo gegleubet / vnd durch ſolchen Glauben / ein außer⸗ wehltes liebes Kind Gottes geweſen / hat ſie wie mit dem heili⸗ gen Thobia / Thob. )2. ohne Anfechtung vnd groſſe Trubſal nicht ſein muͤſſen auff das ſie bewahret wuͤrde / Sie hat jhres Volcks vnd jres Vaters Hauſes der Churfuͤrſtlichen Pfaltz / da ſich dieſelbige zur Caluiniſchen Schwermerey gewendet / vergeſſen muſſen / Ach was fur groſſe truͤbſal hat ſie erfahren / daran auch fromme Vnterthanen nicht gerne gedencken / im Gothiſchen Kriege / wie iſt ſie in den Notſtandt vnd als ein hei⸗ ſiger Traube an dem Weinſtock Chriſti in die Preſſe Gottli⸗ cher zuchtigung vnd Schuel des lieben Creutzes geſtecket vnnd

gefuͤret worden / Nach jhres ſeligen Herren Tode anno 73. da

durch falſcher Meuler angeben / anklagen vnd Practicken /J.

thewrſten