vnd durch wen dieſelbige geſchehn / aber nicht von dem fall cal inſt des Menſchlichen Geſchlechts / das ſolcher notwendig ge⸗ eap 2 ſchehen ſolte oder muͤſte / wie dieCaluiniſten leſtern / (Gott Sd 2.be habe in ſeinem Rath beſchloſſen / das Adam vnnd Eua ha⸗ ⁊aColog. ben ſuͤndigen ſollen vnnd můſſen) ein Decret oder Rhat⸗ Momp P⸗ ſchluß gemacht habe. Bedencke doch ein jeder frommer * 7⸗ Chriſt bey ſich ſelbſt: Wenn Gott gewolt / vnd in ſeinem
Raht beſchloſſen hat / das Adam mit allen ſeinen Nachko⸗
men in Suͤnde vnd Berdamnis gerathen ſolte / Warumb
hat er jhm denn den Fall vnd Vngehorſam ſo hochverbo⸗
ten Warumb hat er jhn ſo trewlich gewarnet? So mus
ja der geoffenbarte Will / oder das Verbot / dem geheimen
vnd verborgnen Willen vnd Rath Gottes entgegen vnd
zu wider ſein. Finden ſich demnach contraditoriæ volan⸗
tutes widerwertige Willen bey Gott / als der ein anders ge⸗ redt / vnd ein anders in feinem geheimen Rhat beſchloſſen habe. Es ſey aber ferne von vns / vnd einem jeden Chriſten /
folches zu gedencken / viel mehr zu reden. Denn es auch ei⸗
nem Menſchen vbel anſteht / wenn ey ein anders redet / vnd
anders im Hertzen hat.
Daß G Vtt aber zuuor geſehen / daß der Menſch ſuͤn⸗ digen werde /beweiſet nicht / das er ſolches gewolt / vnd alſo im Rath beſchloſſen habe. Denn ein groſſer Vnterſcheidt iſt vnter der Fuͤrſehung vnd Vorſat / oder Verordnung Gottes: welches alles die Caluniſten in einander men⸗ gen / vnd damit ſich vnd andere verfuͤhren.
G Ottes vnfeilbares Wort ʒeiget vns an / dz Chriſtus ſey des Weibes ſamen / welcher der Schlangen den Kopff zutreten / vnd das er auch ſey der gebenedeyte Samen / in welchem alle Volcker geſegnet werden. Geneſis 3. 22.
ſal.


