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Eine Christliche Leichpredigt Vber das Euangelium am 21. Sonntage nach Trinitatis, Vom Königlichen : gehalten zu Dreßden im Schlos den 24. Octob. in grosser Versamlung vieler Hoher Potentaten, Fürsten vnd Herren : Als jetzo die Churfürstliche Leich des weiland Durchlauchtigsten Hochgebornen Fürsten vnd Herrn, Herrn Christiani, Hertzogen zu Sachsen, des Heiligen Römischen Reichs Ertzmarschalln vnd Churfürsten, Landgraffen in Düringen Marggraffen zu Meissen, etc. : Welcher den 25. Septemb. früe vor 7. vhr in diesem 1591. Jahre, seines alters 31. zu Dreßden in Christo seliglich entschlaffen ist, auffm Schloß in die Creutzkirche daselbsten hat sollen gesetzt werden
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Chriſtus allein iſt ð

Gewiſſen / die nicht allein bey jrem Lebẽ in trawrigkeit ge⸗ ſetzt /ſondern auch in jhrem Sterbſtuͤndlein zweiffelhaff⸗ tig vnd jrre weren gemacht worden / ob ſierecht oder vn⸗ recht getaufft / vnd were jhnen hiedurch an jhrem letzten ende jhr hoͤchſter Troſt / den ſie aus jhrer heiligen Tauffe habe / vnd drauff ſeliglich von hinnen ſcheiden ſolten /

rechtemet gentzlich genommen vnd entzogen werden. So thut allhie ſterzu helß⸗ Chriſtus nicht / ſondern nimpt die Schwachen auff / hilfft

fen.

Vater vnd Kinde / vnd thut mehr denn er gebeten worden. Denn dem Vater hilffet er aus der Schwachheit ſeines Glaubens / dem Sohne aus der Schwachheit ſeinet Leibs / vnd das als bald auff ſtehendem Fuſſe / da ſonſt / wenn es nach des Baters guiduͤncken vnd rath hette ſollen gehen / ſolchs alkererſt den andern taggeſchehẽ moͤgen / weil Cana

etlich deutſch meil weges von Capernaum gelegen.

Drumb ſollen wir vns troͤſten / das wir arme elende Erdwuͤrme / wider die Suͤnde / vnd Suͤnden Sold / wider Todt vnd ewig verdamnis / bey Jeſu Chriſto alleine raht vnd huͤlffe finden. Denn Moſes iſt nicht fuͤr vns / wenn derſelbige ſein eigentlich Ampt fuͤhrt vnd treibet / vndda⸗ durch den Todt vnd alles Vngluͤck nur wider vns ruͤſtet vnd wapnet. So leſt ſich auch die Suͤnde vnd des Todes Galle vnd bitterkeit nicht mit ſawer ſehen vertreiben / wie Agag meinete. In den Garten der Philoſophiſchẽ Welt⸗ kunſte / ſtehet diß gewechſe auch nicht / ſonſt wuͤrden Zenoſ Cleombrotus Cleanthes / vnd andere verruͤmbte Heidni⸗ ſche Meiſter / nit ſo grewliche vnd gefehrliche Mordſpruͤn ge fuͤr groſſem Hertzeleid gethan haben / vnnd wer auch noch ſolche wilde Colochinten wil kochen vnd ſchmecken/ vnd vergiſſet dabey des Euaugeliſchen Krafftmels / der muß dran erſticken vnd ewiglich verlohren ſein. Zu dem koͤnnen auch alle Quackſalber vnnd Apotecker mit jhren Pflaſtern