Chriſtus allein iſt ð
Gewiſſen / die nicht allein bey jrem Lebẽ in trawrigkeit ge⸗ ſetzt /ſondern auch in jhrem Sterbſtuͤndlein zweiffelhaff⸗ tig vnd jrre weren gemacht worden / ob ſierecht oder vn⸗ recht getaufft / vnd were jhnen hiedurch an jhrem letzten ende jhr hoͤchſter Troſt / den ſie aus jhrer heiligen Tauffe habe / vnd drauff ſeliglich von hinnen ſcheiden ſolten /
rechtemet gentzlich genommen vnd entzogen werden. So thut allhie ſterzu helß⸗ Chriſtus nicht / ſondern nimpt die Schwachen auff / hilfft
fen.
Vater vnd Kinde / vnd thut mehr denn er gebeten worden. Denn dem Vater hilffet er aus der Schwachheit ſeines Glaubens / dem Sohne aus der Schwachheit ſeinet Leibs / vnd das als bald auff ſtehendem Fuſſe / da ſonſt / wenn es nach des Baters guiduͤncken vnd rath hette ſollen gehen / ſolchs alkererſt den andern taggeſchehẽ moͤgen / weil Cana
etlich deutſch meil weges von Capernaum gelegen.
Drumb ſollen wir vns troͤſten / das wir arme elende Erdwuͤrme / wider die Suͤnde / vnd Suͤnden Sold / wider Todt vnd ewig verdamnis / bey Jeſu Chriſto alleine raht vnd huͤlffe finden. Denn Moſes iſt nicht fuͤr vns / wenn derſelbige ſein eigentlich Ampt fuͤhrt vnd treibet / vndda⸗ durch den Todt vnd alles Vngluͤck nur wider vns ruͤſtet vnd wapnet. So leſt ſich auch die Suͤnde vnd des Todes Galle vnd bitterkeit nicht mit ſawer ſehen vertreiben / wie Agag meinete. In den Garten der Philoſophiſchẽ Welt⸗ kunſte / ſtehet diß gewechſe auch nicht / ſonſt wuͤrden Zenoſ Cleombrotus Cleanthes / vnd andere verruͤmbte Heidni⸗ ſche Meiſter / nit ſo grewliche vnd gefehrliche Mordſpruͤn ge fuͤr groſſem Hertzeleid gethan haben / vnnd wer auch noch ſolche wilde Colochinten wil kochen vnd ſchmecken/ vnd vergiſſet dabey des Euaugeliſchen Krafftmels / der muß dran erſticken vnd ewiglich verlohren ſein. Zu dem koͤnnen auch alle Quackſalber vnnd Apotecker mit jhren Pflaſtern


