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Zur Geschichte der freien Verse in der deutschen Dichtung : von Klopstock bis Goethe / von Adolf Goldbeck-Loewe
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Im Fragment des Prometheus« tritt dieser Fall ebenfalls

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Woher?»» 9. Doch! 460 5 Nun? 461 8

Beim Vergleiche der freien Verse Goethe's mit denen Klop- Stock's finden wir also, dass die Goethischen durchgängig kürzer sind; aber auch der Umstand ist von Bedeutung, dass Goethe, bewusst oder unbewusst, von der in einem Gedicht einmal angenommenen Hebungszahl nicht allzusehr abzuweichen pftegt. In folgenden Gedichten:»Herbstgefühl«(1778) Meine Göttin« (1780)»Das Göttliche«(1783) kommen nur Verse von zwei bis , d II, S u 88) und der»Gesang der Geister über den Wassern«(1779), sowie das Gedicht»Gränzen der Menschheit«(1781*) bestehen mit ver- schwindenden Ausnahmen nur aus zweihebigen Versen(W. A II, S. 56 und 81). Wir werden weiter unten sechen, dass sich der Drang zur Gesetzmässigkeit auch noch auf andere Weise bethätigte.

§ 76. a) Was die Beschaffenheit der Hebungen und Sen- kungen anbetrifft, 80 lässt sich von den Hebungen im grossen und ganzen dasselbe sagen, wie bei Klopstock(vgl. S 22 24).

Auch bei Goethe kommt das unvermittelte Aufeinanderfolgen zweier

1 Hebungen vor, und zwar ebenfalls einerseits in demselben Worte, andrerseits bei zwei aufeinanderfolgenden Wörtern. Jedoch tritt dieser Fall bei ihm nur sehr selten ein. Für drei oder mehr Hebungen ohne dazwischenliegende Senkung habe ich überhaupt keinen Beleg gefunden, wenn man nicht etwa in dem Verse 0 Weit, hoch, herrlich der Blick

(gl. W. A. II, S. 65 V. 14) das Wort»hoch« als Hebung lesen will.

b) Pagegen trägt die Behandlung der Senkungen bei Goethe einen wesentlich anderen Charakter, als bei Klopstock. Die einsilbige Senkung überwiegt bei weitem; zu der zweisilbigen hat Goethe viel seltener gegriffen, in einigen Gedichten findet sich dieselbe überhaupt nicht, wie z. B. in»Mabomets Gesang« (Igl. W. A. II, S. 5355). Dies erklärt sich daraus, dass Goethe

in seinen freien Versen sich sehr oft einem bestimmten Versmass,