Faßdaugen handelt:(ein Faß) wwdre gantz gerad vom Beihel an biss gegen jedem Boden, also dass es nur allein umb das Beihel einen Bug heitte 568; wann die Taugen umb das Spontloch einen Bug oder Klack hetten, wie die Rõmischen haben sollen, also dass ein jede Tauge zuen gerade Theil heite 570. In mathematischer Fachsprache hat Kepler damit keine Nachfolge gefunden.
Goß f., den älteren Ausdruck für Algebra aus ital. cosa Ding, Unbekannte'(Schirmer 4. 13), hat Kepler im Weinvisierb. einmal Anlaß zu verwenden: Ob nun wol beyder Orten es ein schöne Uebung gibt für scharpfsinnige Ingenia, daß sie eines jeden Bogens Senne von Grund auss durch geometrische Scherpffe, oder durch die Cossa, jede nach jhrer Art, rechnen mögen 505. Vgl. Rechenkunst.
Dachn. nennt das Weinvisierb. ohne besondere Ein- führung den Mantel des Kegels: Wann der Kegel neben dem Spitz auft das runde Tach, doch gerad nach der Axlini hinab getroffen 542, während der Name Mantel bis in neue Zeit fehlt(Schirmer 44) und die Zusammen- setzung Kegelfeld(s. Kegel) sich vielmehr auf den Flächeninhalt des Mantels richtet, wie es schon im Begriff des einfachen Feld(s. d.) liegt: also kombt dir das Feld am TVach dess Kegels, ohne Abmessung der Ldhn 318. Gleichwohl kann Feld, durch den Zusammenhang erläutert, nahezu synonym neben Dach stehen: Jst also sein(des Kegels) eubßerlich Feld oder Dach nach der Seiten rund, nach der Hõhe aber gerad vnd also gemischet... So hastu das runde Dach vom Kegel 517.
darzusetzens. zusetzen.
Diasgsonales. Durchzug, Querlinie.
Diameter m., das seit 1562 und noch bei Christian Wolff in wathematischer Fachsprache beliebte Fremdwort (Piur 37; Schirmer 14 f.), ist bei Kepler weit häufiger als seine Verdeutschungen Durchzu' und Querlinie (s. d.). Es erhält gern lateinische Kasusendungen: Hie rechne ich vor allen Dingen dess Circkels FCG diametrum, auss welchem die Krümme zu den Taufeln genommen is1 547, zumal im Plural: Der erste Wog nimmet das Fass an


