Teil eines Werkes 
Erste Teil (1590) Vom XVII. Jar an, bis auff das XXII. / [Mitwirkende: Konrad Adelmann von Adelmannsfelden, Albrecht von Brandenburg, Andreas Bodenstein, Kaspar Creutziger d. Ä., Nikolaus von Amsdorff, Adolf von Anhalt Bischof von Merseburg; Johannes Eck, Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, Gabriel von Eyb, Maximilian I., Kaiser; Leo X., Papst; Johann Friedrich II., Herzog von Sachsen; Johann Friedrich III., Herzog von Sachsen; Georg, Herzog von Sachsen; Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen; Karl V., Kaiser; Philipp von Bayern; Philipp, Landgraf von Hessen; Johannes von Schleinitz, Bischof von Meißen; Georg Spalatin, Johannes Tetzel, Tommaso de Vio, Georg Rörer]
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Auslegungdes LX VIII. Pſalms/ abgethan/ Denn gibt er ſeiner ſtimmen(dem heiligen Luangelio) das es ſey ein ſtim der Krafft das iſt) Das es denn gehet im ſebwang vn⸗ uerhindert/ Thut denn was ſein art vnd krafft iſt/ vnd druͤckt aus die Arafft des Eu⸗ ſtimme. Denn das Euangelium wil nicht allein geſchrieben/ Son⸗ augelij. dern viel mehr mit leiblicher Stimme geprediget ſein/ So koͤmpts in ein ſchwanck/ vnd gehet vnnd lebet im Volck/ Denn dieſe krafft der ſtim iſt nicht die/ damit man Feinde ſchlegt/ oder ſich ſchutzt/ Son⸗ dern das natuͤrlich vermuͤgen eins jglichen dings/ wie man ſpricht/ Der Wein hat Krafft froͤllch zu machen/ Alſo hat das Cuangelium ſein Krafft/ vnnd wirckt nach ſeiner art/ vnd macht alles frey/ Wenn Menſchen lere ſie nicht verhindert/ mit jren angenomen/ erleſen Wer⸗ cken vnd euſſerlichen Weiſen. 4

,4. Gebet die Krafft Gott vber Iſrael/ſein Grosthet⸗ tigkeit vnd Krafft/ iſt in den Wolcken.

2 Je nennet er In wider ein Gott vber Iſrael/ Das laut als. buͤnde er jn wider an Perſonen vnnd Stet/ Aber die vorigen o Ders zwingen/ dz Iſrael mus hie geiſtlich ſein/ Die S. Paulus NMael Dei. Galat. g. nennet lſrael Dei, Gottes Iſrael/ Nicht das leiblich Iſrael. Auch ſo nennet jn die Schrifft an andern oͤrten/ Ein Gott Iſrael/ Die ſpricht er/ dem Gott vber Iſrael/ Vnd laut auff die meinung(mei⸗ Salck. G. nes duͤnckens) Ir Juͤden wolt allein den Gott haben/ vnd jr ſeid doch nicht vnter jm/ Er kan nicht vber euch komen/ Wolt jr ja Iſrael ſein/ das Er ein Gott vber euch ſey/ So thut alſo/ Gebt jm die Krafft/ Be⸗ kennet das nicht ewer werck/ Sondern ſeine Gnade/ euch krefftig/ ge⸗ rechtvnd ſelig mache/ Verzweinelt an euch/ erwegt ergebt euch jm Scehet/ als denn wird er ein Gott vber Iſrael ſein/ Sonſt ſeid jr nicht Iſtael/ deñ ein ſolch Iſrael wil Er jtzt haben/ das nicht auff ſich ſelbs/ Sondern auff In ſeine Gnade bawe.) Drumb iſt des Vers die mei⸗ nung/ Gebt die Krafft dem Gott vber Iſrael/ das iſt/ macht das Er zu einem Gott vber Iſrael ſey/ Das thut jr/ ſo jr jm die Krafft vnd al⸗ les vermuͤgen zuſchreibet. VNdſein Krafft iſt in den Wolcken. Das iſt/ Er regirt mit keiner leiblichen Gewalt/ als jr wartet/ Alles was er thut/ Das thut Er durch die Euangeliſten vnd ſein Wort/ Welche ſind ſeine Wolcken/ Durch welche er regnet gute Eere/ blixet mit Wunderzeichen/ don⸗ Er wird ſeinem nert mit drawen/ Da ſehet zu/ das jr euch an denſelben geringen Per⸗ Waeer Krafft ſonen nicht ergert/ Duͤrfft ſeine Rrafft anders wo nicht ſuchen noch gewarten. Es ſtehet alles im Glauben vnd ſeinem Wort/ Da wird nicht anders aus. Nu die Wolcken ſind auch frey/ ſein Krafft vnd That/ iſt nimer zu Jeruſalem/ vnter dem Dach des Tempels/ wie vor⸗ hin/ An allen Orten der Welt ſind die Wolcken/ Da findet jr ſeine Krafft vnd That/ damit er hilfft vnd ſelig macht. 35. Schrecklich iſt Gott an ſeinen Heiligen/ Er iſt der Gott Irfrael/ Er iſt der da gibt Krafft vnnd ſtercke dem Volck⸗ SGebenedeiet ſey Gott Amen. έ½ A beſchleuſt er den Pſalm/ Vnd meinet/ Ob wol die Wolcken S) vnd ſeine Chriſten verachtlich anzuſehen ſind fuͤr der Welt/ So A b iſts

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