Teil eines Werkes 
Erste Teil (1590) Vom XVII. Jar an, bis auff das XXII. / [Mitwirkende: Konrad Adelmann von Adelmannsfelden, Albrecht von Brandenburg, Andreas Bodenstein, Kaspar Creutziger d. Ä., Nikolaus von Amsdorff, Adolf von Anhalt Bischof von Merseburg; Johannes Eck, Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, Gabriel von Eyb, Maximilian I., Kaiser; Leo X., Papst; Johann Friedrich II., Herzog von Sachsen; Johann Friedrich III., Herzog von Sachsen; Georg, Herzog von Sachsen; Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen; Karl V., Kaiser; Philipp von Bayern; Philipp, Landgraf von Hessen; Johannes von Schleinitz, Bischof von Meißen; Georg Spalatin, Johannes Tetzel, Tommaso de Vio, Georg Rörer]
Einzelbild herunterladen

erns lkch D R. L. Anno XN. 472 ſer ſind/ das heiſt den rechten Sabbath feiren/ rugen von vnſern wer⸗ 4 cken/ Vnd vol ſein goͤttlicher Werck/ das wird alles erkennet/ vnd ge⸗Den rechten

5

ſchicht durch den Glauben/ Der leret/ wie wir nichts ſind/ vnd vnſere 9b athfer⸗ werck auch nichts ſind. Das heiſt Er hie/ das ſie geſehen vnd erken⸗ b net haben die genge Gottes. Vnd ſpricht nemlich/ Meins Gottes/ meins Koͤnigs/ das iſt/ Chriſti/ der nach der Menſcheit vnſer Koͤnig N/ vnd von ewigkeit ein Sott.

Asg aber niemand mag ſagen/ Mein Gott/ mein Koͤnig/ Er gleu⸗ ve denn in In/ Vnd halte jn/ nicht allein fuͤr einen Gott vnd Koͤnig/ Sondern fuͤr ſeinen Gott vnd ſeinen Koͤnig/ das Er jm vnd zu ſeiner Seligkeit ein Gott vnd ein Koͤnig ſey. Alſo mag auch on denſelben b Glauben/ niemand ſeine genge vnd werck erkennen/ der Glaube macht IIreih geees in zu meinem Gott vnd Koͤnig/ Vnd das alle mein werck/ nicht mein/ nein Rantg Sondern ſein ſeien. Darumb thut er das woͤrtlin dazu/ In der heilig reit/ denn viel nennen jn/ mein Gott/ mein Koͤnig vnnò gehet nicht von hertzen/ drumb iſts Gleisnerey/ triegerey vnd falſcheit da/ die ſie verunheiligen fuͤr Gott. Aber die in Heiligkeit ſagen/ mein Gott/ mein V oͤnig/ die ſagens in warheit vnnd grund jres hertzen/ das ſind die recht gleubigeen. 25. Die Fuͤrſten ſind die foͤrderſten mit den Spielleuten/—

MNiitten vnter den Jungfrewlin/ die dapaucken. ☚ Jeſer Vers mus geiſtlich ſein ⸗ Was ſolt ſonſt fuͤr ein Lantz b

☛ᷣ aus der ernſten/ groſſen/ vorgeſagten Sachen werden? Aber 65 der Prophet wolt anzeigen/ das kein freud/ kein Seitenſpiel/

8

kein Frewlin ſo viel inſt gebe/ Als ſoleh erkentnis Chriſti ſeiner gna⸗ den/ vnd Werck/ gibt dem Gewiſſen. Darumb iſt hie geiſtlich Seiten⸗

ſpiel/ geiſtich rewlin/ geſtlich Eantzen.

—·;· Je Fuͤrſten ſind die Apoſtel/ wie folgen wird/ Die Spiellent Sürſten. b ſind die Gott loben mit ſingen ¶leſen/ vnd predigen/ vnnd Gottes lob Sracdee VPin vnd her treiben durchs Euangelium/ ja die auch jre Leib caſteien. Die Jungfrewlin ſind die Chriſten Seelen/ new im Glauben erwach⸗ en/ Sonderlich die Marterer. Ir paucken ſind jr eigen Leibe/ die ſie caſteien vnd zwingen vnter den Geiſt/ Vnnd damit ein gros gedoͤne vnd geſchrey gutes Lebens/ vnnd Exempel geben den andern/ damit Bott allein gelobt vnd gepredigt wid.

2̃ᷓ Ber in ſolchem allen ſollen die Fuͤrſten die foͤdderſten ſein/ wie Sie Apoſteln waren/ das die andern froͤlich folgen mit jrem Seiten⸗ ſbpiel. Es were ſonſt Euangelium/ Glaube/ vnd alles vmb ſonſt/ Wenn nicht folgen ſolt/ des alten Adams dempffen vnd creutzigen. Solchs Seitenſpiel vnd Paucken hoͤret Gott vnd Engel gerne/ vnd iſt lieblich

in den geiſtlichen Ohrrie.

A—

ſamlungen gebenedeier Gott den HERRN 3

26. In den ver Iſrael. fuͤr den Brunnen Iſrgl.

Sttt in Das